Von Susi Wimmer und Bernd Kastner

Mehr als 20 Polizisten wollten eine Wohnung am Gärtnerplatz räumen - und kamen zu spät. Der bewaffnete Bewohner hatte sich umgebracht.

Der Gärtnerplatz mit Brunnen und Staatstheater Grossbild

Der Gärtnerplatz mit Brunnen und Staatstheater (Foto: Rumpf)

Kurz vor der Zwangsräumung seiner Wohnung hat sich ein 62-jähriger Architekt das Leben genommen.

Die Polizei war gestern mit dem Sondereinsatzkommando im Gärtnerplatzviertel angerückt, weil bekannt war, dass der Mann als Jäger Waffen im Haus hatte. Als die Beamten in die Wohnung eindrangen, war der Mann bereits tot.

Der Gärtnerplatz, gestern um die Mittagszeit: Mehr als 20 Polizisten haben die dort einmündende Corneliusstraße abgeriegelt. Lediglich Männer in dunklen Autos und schwarzen Sturmhauben über dem Gesicht dürfen die rot-weiße Flatterleine passieren.

Vor dem grünen Haus mit der Nummer 22 stehen zwei gelbe Möbelwagen – sie waren zur Zwangsräumung der Wohnung im fünften Stock bestellt worden. Nachbarn mutmaßen, dass sich der ehemalige Hausbesitzer, ein Hobbyjäger, oben in der Dachgeschosswohnung erschossen habe.

"Sehr menschlich und hilfsbereit"

Mieter aus dem Haus beschreiben den Architekten und Bauunternehmer als „sehr menschlich und hilfsbereit“. Nach ersten Recherchen der Polizei war der Mann auch beruflich erfolgreich – bis er sich bei einem Projekt in Oberbayern verspekuliert hatte.

Vor zwei Jahren musste er das Haus in der Corneliusstraße verkaufen. Der 62-Jährige sowie seine Frau waren noch in der 200-Quadratmeter-Wohnung unter dem Dach gemeldet.

„Er konnte seine Miete nicht mehr bezahlen“, sagt Polizeisprecher Markus Dengler. Deshalb habe der neue Eigentümer, eine Münchner Spenglerei, die Zwangsräumung durchgesetzt.

Als gestern am Morgen der Termin anstand, bat der Gerichtsvollzieher die Polizei hinzu: Es war klar, dass der 62-Jährige Waffen in der Wohnung hatte. Die Polizei nahm Kontakt mit der Familie des Mannes auf – der Ehefrau und der Tochter.

Dabei stellte sich heraus, dass beide schon seit längerer Zeit nicht mehr mit dem 62-Jährigen gesprochen hatten. „Kein Mensch konnte wissen, wie der Mann reagieren würde“, erklärt Dengler.

Daraufhin habe man sich entschieden, das Sondereinsatzkommando anzufordern. Die Männer der Spezialeinheit sowie ein Psychologe wollten noch vor der Wohnungstüre im fünften Stock mit dem Mann in Kontakt treten.

Als keine Antwort kam, öffneten sie die Türe. Der Haustürschlüssel steckte von außen. In der Dusche fanden sie den Toten. Die Polizei vermutet, dass er sich bereits am Vorabend das Leben genommen hatte.

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20.11.2009 18:56

U.T.

Den höheren Anteil bestreitet niemand, falls Ihnen das aufgefallen ist. Sie argumentieren in's Leere. Die GRÜNDE sind aber breiter gefächert, als Sie das.. mehr....

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20.11.2009 18:48

bollizei_1

es ist fakt dass Straftaten überdurchschnittlich oft von Leuten "mit Migrationshintergrund" begangen werden. Dass muss auch so gesagt werden dürfen! alles.. mehr....

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20.11.2009 18:42

U.T.

Na und? Der andere Täter ist offensichtlich Deutscher. Und da sie es gemeinsam machten, scheint der MGH des Ünal B. per se nicht der grundlegende Faktor. .. mehr....

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