Von Christian Mayer

Streng bewacht: "Stil-Ikone" Dita von Teese sorgt für Moulin-Rouge-Romantik auf der Charity-Party.

Ein Pläuschchen: Dita von Teese und Max von Thun auf der Cocktailparty im Blue Spa. Foto: Andreas Heddergott

Mit sogenannten Stargästen aus Amerika ist es so eine Sache: Manchmal weiß man nicht so recht, wen man da vor sich hat auf dem roten Teppich. Im Fall von Dita von Teese, die im Bayerischen Hof als "Stilikone" vorgestellt wird, muss man nur ein wenig nachblättern in einschlägigen Herrenmagazinen, in der Vogue oder in Vanity Fair: Dort darf sich die stets zur Perfektion geschminkte Dunkelhaarige meist großformatig präsentieren.

Mrs. Teese hat, das wird bei der Charity-Party der Kosmetikmarke "Mac" deutlich, ein Faible für die glamourösen vierziger Jahre, für die Sexsymbole der Hollywood-Ära. Bei ihren burlesken Shows lässt sie gerne mal ihre Beine in einem überdimensionalen Martini-Glas spielen, wenn sie nicht gerade in einer Edelstein-Badewanne Schaum schlägt.

Ihr Teint verträgt keinen Rauch

Nun ist München nicht ganz Los Angeles, wo das Mädchen aus Michigan inzwischen zuhause ist, und sogar im Bayerischen Hof sind die Badewannen nicht ganz so edel. Dennoch sorgt Dita bei ihrem Auftritt für den gewünschten Rummel, zumindest sind schon mal alle Fotografen da.

Das Gesamtkunstwerk Dita ("ich brauche nur eineinhalb Stunden für mein Make-up") lässt sich beim Champagner-Empfang mit Bürgermeister Hep Monatzeder fotografieren, der aus ihren Händen einen Scheck über 30 000 Euro für die Münchner Aids-Hilfe entgegennimmt. Ein hübsches Bild, Monatzeder dürfte als Stammgast des Deutschen Theaters ja nichts gegen Moulin-Rouge-Romantik einzuwenden haben.

Dann dürfen sich ausgewählte Halbprominente ihrem Sofa nähern, das von Bodyguards bewacht wird: allerhöchste Sicherheitsstufe! Verena Kerth beobachtet, ob sie von Dita noch was lernen kann in puncto Auftreten und Schminke; die TV-Ansagerin Tamara Sedmak will gar nicht mehr von ihrer Seite weichen. Nur Schauspieler Max von Thun hat seine Probleme mit der blassen Schönen, deren Teint keinen Rauch verträgt: "Muss ich jetzt für die meine Zigarette ausmachen?"

(SZ vom 10.11.2006)