Von Alfred Dürr

Edle Materialien und klare Formen: Das aufwendig sanierte und erweiterte BMW-Museum wird nach zwei Jahren wieder eröffnet.

BMW MuseumGrossbild

Erinnert ein wenig an ein Ufo: Das BMW-Museum (Foto: Rumpf)

Vier Jahre hat die umfangreiche Sanierung und Erweiterung des BMW-Museums am Petuelring gedauert. Am heutigen Donnerstag feiert der Automobilkonzern die Eröffnung. Das ist auch der Abschluss der umfangreichen Renovierung und Neuordnung des Werkgeländes am Petuelring.

Im Oktober 2007 wurde das architektonisch spektakuläre Erlebniszentrum BMW-Welt fertig, zuvor war schon das Verwaltungshochhaus "Vierzylinder" gründlich modernisiert worden, und schließlich gibt es seit vergangenem Jahr auch einen neu gestalteten Besucherweg durch die Produktionshallen. Nun ist also noch das Museum aus dem Jahr 1973 mit seiner typischen und silbrig glänzenden Schüssel-Form an der Reihe. Von außen sieht man die Veränderungen kaum, innen allerdings ist alles anders geworden.

Das Museum mit dem weiß-blauen Firmenlogo auf dem Flachdach der Schüssel ist enorm gewachsen: von bisher 1000 auf nunmehr 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Der quaderförmige Flachbau am Fuß des Verwaltungshochhauses, in dem ursprünglich die Kantine der Unternehmenszentrale war und der auch als Seminargebäude diente, wurde unterirdisch mit dem alten Museumsbau verbunden und mit einer neuen Innenarchitektur versehen.

1973 hatte der Wiener Architekt Karl Schwanzer das Ensemble mit der Konzernzentrale und dem Museum konzipiert. Es steht unter Denkmalschutz und ist nicht nur das weltweit bekannte Wahrzeichen des Autobauers, sondern prägt auch das Stadtbild am Rand des Olympiaparks. Das Stuttgarter Atelier Brückner wurde als Generalplaner für das Umbauprojekt ausgewählt, das Berliner Büro Art+Com war für die neue Ausstellungsgestaltung zuständig.

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Bildstrecke BMW-Museum: Schüssel der zweiten Art Rahmen
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Mediale Inszenierungen sollen den Raum und die Betrachter in Bewegung setzen - so lautet jedenfalls der Anspruch der Museumsarchitekten. (Foto: BMW)

Für das Museum habe man eine "dynamisch, innovative Architektur" entwickelt, die in einer zeitlos modernen Gestaltung das Konzept Karl Schwanzers neu interpretiere und ins 21. Jahrhundert führe, sagt Uwe R. Brückner. Schwanzer hatte damals schon die Idee von "Straßen und Plätzen im umbauten Raum". Diese sind nun um "Brücken und Häuser" erweitert worden.

Ein neues Rampensystem verbindet die verschiedenen Ausstellungsbereiche miteinander und ist das Leitmotiv für die Architektur. Insgesamt gibt es sieben "Ausstellungshäuser", die sich jeweils über zwei bis drei Geschosse erstrecken. Sie sind unterschiedlichen Schwerpunkten gewidmet, nämlich den Themen Design, Unternehmensgeschichte, Historie des Motorrads, Technik, Motorsport und die verschiedenen Baureihen der Autos. Früher hatte das Museum auch viele dunkle Ecken, jetzt präsentiert es sich mit einer hellen, freundlichen Ausstrahlung. Edle, hochwertige Materialien und eine klare, pure Formensprache seien die Grundlage der Gestaltung, sagt Brückner.

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