"Jugendgewalt ist kein ethnisches Problem"
U-Bahn-Schläger
29.12.2008, 08:55
Scharf genug, um als Wahlplakat zu dienen: Die Video-Aufzeichnung des Angriffs auf einen pensionierten Schuldirektor vor einem Jahr. (Foto: dpa)
Zuletzt wurden zwei Brüder am Ostbahnhof von Jugendlichen attackiert und schwer verletzt. Fünf derartige Übergriffe in der U-Bahn haben sich seit der aufsehenerregenden Tat im Dezember 2007 ereignet, als - die im Juli 2008 dann zu hohen Haftstrafen verurteilten - Serkan A. und Spyridon L. einen pensionierten Rektor fast totgeprügelt hatten. Die SZ sprach mit dem Sozialwissenschaftler Bernd Holthusen vom Deutschen Jugendinstitut in München über den Tatort U-Bahn, Jugendgewalt und Mittel zur Abschreckung.
SZ: Seit dem Fall der beiden "U-Bahn-Schläger" vom Arabellapark sind in München fünf ähnliche brutale Übergriffe bekannt geworden. Gibt es tatsächlich mehr Gewaltdelikte oder werden solche Fälle nur mehr beachtet?
Bernd Holthusen: In den Statistiken der Polizei, auch in München, ist kein dramatischer Anstieg von Gewalttaten zu erkennen. Wenn nun öfter von Gewalt in der U-Bahn die Rede ist, liegt das sicherlich auch an der gesteigerten Aufmerksamkeit, die solche außergewöhnlichen Vorfälle wie die Tat vor einem Jahr hervorrufen. Daneben ist festzuhalten, dass es in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren einen Trend gibt, bei Gewalttaten sensibler zu reagieren.
SZ: War diese Sensibilität früher wirklich geringer?
Holthusen: Vor nicht allzu langer Zeit hat es kaum öffentliche Aufmerksamkeit gefunden, wenn sich Jugendliche aus rivalisierenden Dörfern regelmäßig geprügelt haben. Mittlerweile sieht man das anders. Diese Sensibilisierung dokumentiert sich auch in dem erst im Jahr 2000 gesetzlich verankerten Recht auf gewaltfreie Erziehung oder in dem Gewaltschutzgesetz im Bereich der häuslichen Gewalt. Wir kennen nun Begriffe wie Mobbing, Stalking oder Bullying. Diese Bezeichnungen waren vor zehn Jahren nahezu unbekannt, und erst in der jüngeren Zeit werden auch psychische Formen von Gewalt mehr analysiert und Strategien dagegen entwickelt.
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![]() 30.12.2008 10:07:28 Passagier: JoJoGerstner "Und da ist es naheliegend und realistisch, dass ein Mann, der für Ordnung selbst am Strand ist, natürlich auch sonst ordentlich und deutsch ist. Wer andere rechthaberisch darauf hinweist, doch gefälligst den Dreck mitzunehmen, hat vermutlich genauso ein gestörtes Selbstbewusstsein wie die Dreck-Verursacher." Zunächst lässt das noch nicht die Schlußfolgerung des Artikels zu, besagter Familienvater wäre ein Fremdenhasser. Das ist schlicht erfunden - und ein solches ist schädlich. Außerdem stimme ich Ihnen in Ihrer Aussage keineswegs zu: In der Siedlung in der ich wohne, gibt es eine Gruppe Jugendlicher, die sich zu laueren Zeiten allabendlich zum Bier- und Wodkatrinken treffen und ihre Flaschen dann einfach auf die Wege oder in die Wiesen werfen - die zum Teil natürlich splittern. Dort spielen dann tagsüber Kinder bzw. tollen Hunde herum. Bin ich nun ein rechthaberischer ordentlicher Deutscher, wenn ich die Jugendlichen darauf hinweise, ihre Flaschen gefälligst in den Müll werfen? Kann es überhaupt sein, dass es inzwischen sozial anerkannter ist, seinen Mülle überall liegen zu lassen, als jemand darauf hinzuweisen, den Abfall mitzunehmen? Meine Herren ... ![]()
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Mr. Wong
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20.11.2009 18:56
U.T.
Den höheren Anteil bestreitet niemand, falls Ihnen das aufgefallen ist. Sie argumentieren in's Leere. Die GRÜNDE sind aber breiter gefächert, als Sie das.. mehr....
Zu: Prügel-Sprayer uneinsichtig
20.11.2009 18:48
bollizei_1
es ist fakt dass Straftaten überdurchschnittlich oft von Leuten "mit Migrationshintergrund" begangen werden. Dass muss auch so gesagt werden dürfen! alles.. mehr....
Zu: Prügel-Sprayer uneinsichtig
20.11.2009 18:42
U.T.
Na und? Der andere Täter ist offensichtlich Deutscher. Und da sie es gemeinsam machten, scheint der MGH des Ünal B. per se nicht der grundlegende Faktor. .. mehr....
Zu: Prügel-Sprayer uneinsichtig