Ein spektakulärer Kunstaustausch von Werken des "Blauen Reiters" und Pablo Picassos zwischen dem Kölner Museum Ludwig und dem Münchner Lenbachhaus ist angerollt. Eines der Hauptwerke, Picassos "Harlekin mit gefalteten Händen", wurde jetzt im Kölner Museum abgehängt und von Restauratoren für den Transport verpackt.

„Ja, das hier ist ungewöhnlich und aufregend“, sagt Kurator Ulrich Wilmes, als das kostbare Ölbild von 1923 unter Blitzlicht-Gewitter in eine spezielle Riesen-Holzkiste gebettet wird. Die Träger des „Harlekin“ haben dazu eigens weiße Handschuhe angelegt. Chef-Restauratorin Christine Frohnert wacht über die Verpackungsaktion.

Ende des Monats soll fast die komplette Picasso-Sammlung nach München ins Lenbachhaus transportiert werden. Vom 13. März bis 27. Juni werden dort die 180 Originalwerke des spanischen Meisters gezeigt, die zuvor in monatelanger Kleinarbeit in Köln restauriert worden waren. Zugleich verleiht das Lenbachhaus die bedeutendsten Werke aus seiner Sammlung „Der Blaue Reiter“ mit 65 Exponaten nach Köln.

So werden Kunstliebhaber aus dem Rheinland etwa Werke von Wassily Kandinsky („Impression VI“), Franz Marc („Blaues Pferd“) oder Paul Klee („Rosengarten“) sehen können. „Wir haben die Gemälde seit Oktober auf eventuelle Schäden gesichtet und genaue Protokolle erstellt“, erklärt Frohnert. Der „Harlekin“ sei an den Kanten an brüchigen Stellen ausgebessert worden.

„Auch an der extrem feinmaschigen, spröden Leinwand mussten wir konservierende Maßnahmen vornehmen“, sagt die Restauratorin. Bei allen Werken sei bruchsicheres Glas angebracht worden. „Ihre“ Picassos will Frohnert persönlich nach München begleiten, um dort nach dem Transport zu kontrollieren, ob die Originale die Reise schad- und kratzerlos überstanden haben.

„Es geht um alles, was wir haben“, betonte Wilmes die Aufregung.Es handele sich um einen „bisher einmaligen Akt“, bei dem „doppelte und dreifache Vorsicht“ geboten sei. Die Kölner Sammlung ist die drittgrößte Picasso-Sammlung weltweit, die vor allem auf Schenkungen des Sammlerehepaares Irene und Peter Ludwig zurückgeht.

Mit dem Austausch schließen beide renommierte Häuser eine Lücke in ihrem Ausstellungsangebot. Während im Lenbachhaus Werke von Picasso (1881-1973) praktisch nicht vertreten sind, fehlen im Kölner Museum Ludwig Exponate der Münchner Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. Zugleich bedeuten die Ausstellungen für beide Städte Höhepunkte in ihrem Kulturkalender 2004, wie die Beteiligten betonen. Beide Museen rechnen damit, dass jeweils 100 000 Besucher in die gut dreimonatige Ausstellung strömen werden.

Über die Höhe der Transportkosten und über Versicherungssummen wurden aus Sicherheitsgründen keine Angaben gemacht. Das Projekt sei in Zeiten knapper Kassen ein guter Weg, hochkarätige Ausstellungen präsentieren zu können, betonte Wilmes - und schränkte zugleich mit Blick auf die mühsamen Vorarbeiten ein: „Das ist aber kein Modell, das unendlich fortsetzbar ist.“ Dass es diesmal gelang, ist auch dem Mäzenatentum der Münchner Stadtsparkasse zu verdanken.

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20.11.2009 18:56

U.T.

Den höheren Anteil bestreitet niemand, falls Ihnen das aufgefallen ist. Sie argumentieren in's Leere. Die GRÜNDE sind aber breiter gefächert, als Sie das.. mehr....

Zu: Prügel-Sprayer uneinsichtig

20.11.2009 18:48

bollizei_1

es ist fakt dass Straftaten überdurchschnittlich oft von Leuten "mit Migrationshintergrund" begangen werden. Dass muss auch so gesagt werden dürfen! alles.. mehr....

Zu: Prügel-Sprayer uneinsichtig

20.11.2009 18:42

U.T.

Na und? Der andere Täter ist offensichtlich Deutscher. Und da sie es gemeinsam machten, scheint der MGH des Ünal B. per se nicht der grundlegende Faktor. .. mehr....

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