Normalerweise kostet so ein Projekt eine Stange Geld - Zehra Spindler glaubt fest, dass es auch anders geht. "München 851" ist ein Non-Profit-Unternehmen und verteilt auch kein Geld: Für Finanzierung und Gagen müssen die einzelnen Veranstalter selber sorgen, aber sie profitieren vom gemeinsamen Dach, unter dem die Veranstaltungsreihe steht, und von dem Netzwerk, das dahintersteckt.

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Denn darin sieht Zehra Spindler einen besonderen Reiz: "die einzelnen Teilnehmer miteinander zu vernetzen". Auf diese Weise, sagt sie, wird es aller Voraussicht nach zum Beispiel zu einer Zusammenarbeit zwischen der Typographischen Gesellschaft und dem Electro-Club Harry Klein kommen.

Das Herzstück von "München 851" aber befindet sich im Internet. Spindler und Schwegler nutzen dabei vor allem die Möglichkeiten der sogenannten "neuen sozialen Netzwerke", die nichts kosten außer Strom, aber eine größtmögliche Verbreitung innerhalb der Szene garantieren. Im Fall von "München 851" handelt es sich dabei um eine Seite auf Myspace.com, die als zentrale Anlaufstation dient.

Wer an den Veranstaltungen interessiert ist oder selbst etwas veranstalten will, kann sich hier anmelden und wird regelmäßig informiert. Noch bevor die Seite ans Netz gegangen ist, sei die Resonanz enorm gewesen, erzählt Spindler, die auch auf Twitter.com als Kunstfigur "Zehra851" über den Fortgang des Projekts berichtet. So habe etwa "Commander Zdanko" von der Münchner Kultband Freaky Fukin Weirdoz eigens einen Song mit dem Titel "Munich 851" geschrieben, der auf der Myspace-Seite zu hören sein wird.

Spindler und Schwegler sind jedenfalls zuversichtlich, dass sich das Projekt auswachsen wird. Und lassen schon mal anklingen, dass Ende Oktober nicht unbedingt Schluss sein muss. Theoretisch lassen sich ja auch "852 Jahre München" feiern. Erst in 49 Jahren, wenn München 900 wird, dürften dann wieder offizielle Feierlichkeiten mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

"München 851" ist von Sonntag an unter www.myspace.com/muenchen851 erreichbar.

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(SZ vom 28.02.2009/sonn)