Teuer waren sie alle - insgesamt 115 Autos im Wert von mehr als fünf Millionen Euro hat eine organisierte Bande ins Ausland verschoben. Jetzt stehen zehn Männer vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern im Alter zwischen 30 und 38 Jahren vor, sich seit August 2003 mit weiteren Beschuldigten zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, deren Hauptzweck darin bestand, teure und neuwertige Autos und Lkw bei Autohäusern zu leasen, um die Fahrzeuge anschließend im Ausland zu verkaufen.

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Da die Finanzierung der Fahrzeuge durch die Angeklagten, die größtenteils aus dem Irak stammen, in der Regel aufgrund deren befristeten Aufenthaltsgenehmigungen von den Hausbanken der Autohäuser abgelehnt wurde, sollen als Käufer extra zu diesem Zweck gegründete oder gekaufte so genannte GmbH-Mäntel oder deren Geschäftsführer aufgetreten sein.

Die betrügerische Bande bestand laut Staatsanwaltschaft dabei aus drei Ebenen: einer Führungsebene, einer so genannten zweiten Ebene, die aus den Geschäftsführern der einzelnen Gesellschaften bestand, und einer dritte Ebene aus Fahrern, die die Fahrzeuge ins Ausland überführten.

Während die Staatsanwaltschaft drei der Angeklagten der Führungsebene zurechnet, werden die anderen sieben beschuldigt, als Geschäftsführer der Scheinfirmen gehandelt zu haben. Weitere Mitglieder der kriminellen Gruppierung werden anderweitig verfolgt oder sind noch flüchtig.

Strafbar sind die Taten der Männer als gewerbsmäßiger Bandenbetrug, gewerbsmäßige Bandenhehlerei und Unterschlagung. Der Prozess ist auf 50 Verhandlungstage angesetzt.

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(sueddeutsche.de/ddp)