Nach der Zusammenlegung der Wirtschafts- und Politikredaktionen von "Frankfurter Rundschau" und "Berliner Zeitung" sollen den Mitarbeitern der "FR" weitere Sparmaßnahmen drohen: Bis zu 50 Jobs seien gefährdet.
Wie alles andere drängt die aktuelle Google-Debatte auch in den Hintergrund, dass die Krise des gedruckten Journalismus weiter anhält. Für Furore sorgt jetzt ein Bericht des Spiegel. Wie das Magazin berichtet, plant die Geschäftsführung der Frankfurter Rundschau (FR), 30 bis 50 Stellen zu streichen. Jobs sollen vor allem in der Redaktion wegfallen.
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Im April sorgte die Zusammenlegung der Poitik- und Wirtschaftsredaktionen von "Berliner Zeitung" und Frankfurter "Rundschau" für Furore. Jetzt sollen zahlreiche Entlassungen drohen - vor allem den Journalisten. (© dpa)
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Die Hinweise auf eine neue Sparwelle verdichteten sich bereits in der vergangenen Woche, als Anzeigen-Chefin Petra Linke gehen musste. Doch nicht nur die Anzeigenentwicklung, auch die der Auflage macht wenig Hoffnung: Allein in den vergangenen zehn Monaten habe die Tageszeitung zehn Prozent ihrer Auflage verloren, berichtet der Branchendienst Meedia. Der derzeitige Gesamtverkauf liege bei 133.050 Exemplaren, 18 Prozent weniger als noch vor fünf Jahren.
Für manche Redakteure bestätige die drohende Sparrunde laut Spiegel, dass die FR-Redaktion weiter an Eigtenständigkeit verliere. Die Zeitung gehört mehrheitlich zum Verlag DuMont Schauberg und schon seit Monaten kooperiert die Redaktion mit dem Schwesterblatt Berliner Zeitung, ebenfalls einer DuMont-Schauberg-Tochter. In einer Gemeinschaftasredaktion kümmern sich insgesamt 36 Mitarbeiter um die Wirtschafts- und Politikberichterstattung beider Titel.
Die Arbeit der Gemeinschaftsredaktion wird insgesamt positiv bewertet - auch von ihren Mitgliedern. Die Chefredakteurin der neuen Content-Einheit, Brigitte Fehrle, sagte kürzlich im Interview mit Horizont.net : "Die sichtbare Qualitätsverbesserung ist für mich wirklich das frappierenste an dem ganzen Projekt."
Ob es der Erfolg dieser Sparmaßnahme ist, der nun die weiteren Entlassungspläne begünstigt - laut Spiegel haben sich Betriebsrat und Geschäftsführung bereits in der vergangenen Woche getroffen, um über mögliche Abfindungsprogramme zu reden. Der Betriebsrat will betriebsbedingte Kündigungen verhindern.
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(sueddeutsche.de/leja)
Dass Sie und unzählige Andere das nicht wissen, warum man ein Sack Altpapier kaufen sollte, anstatt wie ein Parasit journalistische Arbeit "umsonst" lesen zu wollen, das ist das Problem. Aber es gibt ja eine Lebensregel, oft von unseren Großmüttern propagiert: Umsonst ist noch nicht einmal der Tod. Denken Sie, dass sich demnächst noch Journalisten hinsetzen und Artikel schreiben für die "Schnäppchenjäger" am PC, für die sie niemand mehr bezahlt? Wir jammern immer wieder um der verlorenen Arbeitsplätze, der allgemeinen Wirtschaftskrisen usw., wollen aber nicht auf "unsere Billigstware" verzichten, wir Weltmeister in Schnäppchenjagd.
Noch ist es kostenlos. Wird sich ändern. Was auch gut ist.
Naja, wie wäre es mal mit Qualitätsjournalismus?
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Ausserdem, warum soll man Hunderte von Euro für einen Sack Altpapier zahlen, wenn man die gleichen Artikel zeitgleich oder sogar noch früher in den online-Ausgaben lesen kann?
Sehr schlimm wie das Sterben dieser Qualitätszeitung sich über Jahre hinzieht und es betrifft ja nicht nur die FR. Letztlich ein grosser Verlust für Gesellschaft und Demokratie und niemand hat ein Rezept das Aufzuhalten.
in den beiden Zeitungen der Wirtschaftsteil überflüssig ist.
Das linke Kampfblatt FR und die BZ, bei der bis 2008 noch die Stasi mitgeschrieben hat, wird sich keiner wegen des tollen Wirtschaftsteils kaufen.
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Die SZ hat doch nur das Glück, dass sie mit Beise einen Leiter der Wirtschaftsredaktion hat, der auch einen etwas zentraleren Teil des politischen Spektrums anspricht.
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