Im Kern als kindsköpfig geplant, erzielt die ZDF-Historiendoku "Unterwegs durch die Weltgeschichte" mit Hape Kerkeling Rekordquoten - und wird nun fortgesetzt. Was nicht zuletzt an Kerkelings Schauspielgen liegt.
Die Historienreihe Unterwegs in der Weltgeschichte - mit Hape Kerkeling hat sich für das ZDF als eines der erfolgreichsten Dokuprogramme der vergangenen Jahre erwiesen. Sie erreichte mit ihren sechs Folgen auf dem Terra-X-Sendeplatz sonntags um 19.30 Uhr im Schnitt 16,9 Prozent der Zuschauer, das entspricht 5,5 Millionen Menschen.
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Gerne im Kostüm: Hape Kerkelings Reise fürs ZDF beginnt in Ägypten. (© dpa)
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Den Spitzenwert erzielte Folge drei mit 19,3 Prozent Marktanteil und 15,3 Prozent bei den unter 50-Jährigen. Teilweise lag die Reihe sogar über den Quoten, die das ZDF-Großprojekt Die Deutschen 2008 auf dem Sonntagsplatz erzielte.
Der Witz an dem vollkommen auf Kerkeling zugeschnittenen Projekt von Autor und Regisseur Gero von Boehm war, dass Kerkeling einerseits als "Presenter" durch die Folgen führte und zugleich während der Spielszenen in die Rolle der historischen Figuren schlüpfte: An diesem Sonntag sah man ihn unter anderem im Kostüm als Queen Victoria.
Im Kern war das Projekt also kindsköpfig, eine Tugend, die besonders beim jungen Publikum überdurchschnittliche Zuschauerzahlen brachte. Eine Fortsetzung mit Kerkeling und Boehm sei geplant, teilt das ZDF mit. Konzepte könnten wohl in zwei Jahren sendefertig sein.
Unterwegs durch die Weltgeschichte (Kosten um die 400.000 Euro pro Folge) wird die Programm-Macher um Peter Arens, den Leiter der ZDF-Hauptabteilung Kultur und Wissenschaft, auch in einem Trend bestärken: Mit prominenten Präsentatoren lässt sich populäre Bildung offenbar besonders gut vermitteln: Bei Terra X setzte man vor Kerkeling unter anderem Maximilian Schell (Imperium), Frank Schätzing (Universum der Ozeane) und Sebastian Koch (Superbauten) für historische Mehrteiler ein.
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(SZ vom 29.11.2011/cag)
Analyse des DFB-Kaders
Geschichte als Quotenrenner,na ist doch was ,,wars denn schön in Mexico Herr Kerkeling.Geschichtsvermittlung auf dem
Niveau der Kurzform der Schillerschen Glocke :Loch in die Erde usw
Da brauchen die Bildungministerien für den Unterricht nur noch den
Fundus der Stadttheater heranziehen und schon klappt es mit dem
Unterricht.
"Mit prominenten Präsentatoren lässt sich populäre Bildung offenbar besonders gut vermitteln:..."
Unter der Schlagzeile "populäre Bildung" mag das noch abgehen. Ich hab die ersten Sendungen gemeinsam mit meinem Sohn gesehen und muss feststellen, dass die Inhalte teilweise so grottig sind, dass man gar nicht mit dem korrigierenden Erkären hinterher kommt.
Aber wenn es "populäre Bildung" sein soll - dann bitte.