Einheimische TV-Produktionen sind auf dem internationalen Markt gefragt. Und es werden längst nicht nur Klassiker exportiert.
Lange galt Derrick als Ausnahme. Die Krimiserie war über Jahre hinweg eines der wenigen Erfolgsmodelle "made in Germany". Fernsehprogramme aus der alten Bundesrepublik stießen außerhalb der Grenzen auf geringes Interesse.
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Nicht nur "Derrick" geht um die Welt - der ARD-Zehnteiler "Im Angesicht des Verbrechens" ist ein neuer Exportkandidat, der Zuschauer im Ausland ansprechen könnte. (© ARD/Julia von Vietinghoff)
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Heute ist die Ausnahme die Regel. Die Nachfrage nach deutschen Serien, Filmen und Shows wie Schlag den Raab wächst und wächst. Es ist längst ein Millionengeschäft. Die ausländischen Senderverantwortlichen schätzen den hohen Produktionsstandard.
Außerdem steigt der Bedarf an leichter Kost: Immer mehr TV-Stationen in Osteuropa, Afrika und Asien müssen ihre Programmschienen bestücken. Zu den Verkaufsschlagern zählt beispielsweise die technisch neu aufbereitete Version von Sisi. Die Münchner Beta Film verkaufte den Königs-Klassiker bislang in 73 Länder.
Eine "große Nachfrage nach fiktionalen Inhalten, insbesondere langlaufenden Serien" registriert der Münchner Filmhändler Telepool. Kein Wunder: Die Dauerbrenner binden den Zuschauer zuverlässig an einen Sender. Und die großen Player lassen sich den Klebstoff gut bezahlen.
Bei Telepool gehören die RTL-Sendungen Alarm für Cobra 11, Alles was zählt und Doctor's Diary zu den Rennern, Dominik Grafs Zehnteiler Im Angesicht des Verbrechens (ARD) ist ebenfalls hitverdächtig.
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