Das ganze Ausmaß von Ungarns Mediengesetz wird nun sichtbar. Betroffene befürchten eine Gefährdung von Gewaltenteilung und Demokratie.
Was ist es, das Hunderte ungarische Schriftsteller im Verband der Belletristen treibt, das heiß umkämpfte neue Mediengesetz ihres Landes in einer Protesterklärung so zu charakterisieren: "Es stellt die Zensur wieder her, missachtet das Prinzip der Gewaltenteilung, widersetzt sich mit allen Mitteln den Grundprinzipien der Demokratie und dem Geist der Freiheit."
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Erntet wegen des neuen Mediengesetzes auch im eigenen Land heftige Kritk: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban. (© dpa)
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Diese Frauen und Männer des Wortes haben Ungarisch zur Muttersprache, müssen sich also nicht die herablassende Maßregel der Regierung von Viktor Orban und ihrer Zwei-Drittel-Mehrheits-Partei Fidesz gefallen lassen, Kritiker im Ausland verstünden die ungarische Sprache und damit auch die segensreiche Wirkung des Gesetzes nicht.
Eine Lesart, der sich auch ein paar Apologeten aus dem demokratischen Westen anschließen, die aus dem Gesetz zitieren: In keinem Medium Ungarns, in keinem Beitrag in Schrift, in Bild oder Ton, dürfe "Hass auf Personen, Nationen, Gemeinschaften sowie nationale und ethnische Gruppen" geschürt werden; niemand dürfe "diskriminiert" werden. Was man eben so in jede Medienverfassung reinschreibt.
Auch in der offiziellen englischen Version sehen sich Kritiker mehr als bestätigt, dass in dem Regelwerk eher der Geist der "Reichsschrifttumskammer" herrsche, als ein Geist der Freiheit. So sagt es ein Mitarbeiter der ungarischen Nachrichtenagentur MTI, der ungenannt bleiben will. Er tut gut daran.
Denn Regelungen und Strafdrohungen des Gesetzes beziehen besondere Wucht - zumindest für die öffentlich-rechtlichen Medien - aus einem weiteren, im Ausland bislang kaum registrierten Gesetz: Jeder Bedienstete der Regierung oder öffentlicher Institutionen kann binnen zwei Monaten ohne jede Begründung entlassen werden. Selbstzensur ist da das Gebot.
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der Forentroll DankeThilo, ist identisch mit den Trollen backinblack, 4int etc... nur für den Fall dass es noch keiner gemerkt hat. Was geht nur in einem Menschen vor, der nix besseres zu tun, als als Provokateur in ein Forum zu gehen unter immer wieder anderen Pseudonymen... tragisches Schicksal wenn man so gar kein Leben hat.
Ach der kleine Forentroll wieder, war klar dass sie den ungarischen Faschisten Beifall klatschen... gehen sie doch rüber ;-) oder sind ihnen dazu viele Sinthi und Roma?
Die Ungarn sind aus Tradtion Freiheitskämpfer
Und das auch zu einer Zeit als die derzeitigen Spitzen der Partei „Die Linke“ ihre Freunde, Familie und alle Besuche für die Stasi auspionierten.
DankeThilo: "Ungarn hat die Befreiung von der brüsseler Gesinnungsdiktatur gewählt. [...] Für ein Europa der freien Völker."
Die Abschaffung der Pressefreiheit soll ein Schritt in Richtung Freiheit sein ?
Dann wären also China und Nordkorea wünschenswerte EU-Mitglieder ?
Und wenn in Belgien die Folter eingeführt wird, werten Sie dies ebenfalls
als freie und aufgeklärte Entscheidung für ein modernes Europa ? Oder wie ?
Semmelbroesel schreibt : "Am Beispiel Ungarns zeigt sich doch, wie undemokratisch dieses aufgeblasene Gebilde EU doch eigentlich ist."
Naja, erstmal zeigt sich, wie untotalitär die EU ist, sonst würde Ungarn ja sofort rausfliegen. Für solch einen Schritt gibt es aber offenbar keinerlei Planung,
da man davon ausging, dass kein Staat sich kulturell zurückentwickeln würde.
Jetzt will man erstmal abwarten, ob Ungarn sich selbst wieder korrigiert,
und wenn nicht, muss man früher oder später die von den EU-Staaten akzeptierten Regeln nochmal rauskramen und Ungarn notfalls aus der EU entfernen.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Ungarn so blöd sind,
ihren eigenen Rechtsstaat kaputtzumachen, nur um sich gegen die EU zu äussern.
dww
....wann sich der erste CDU-Jockel positiv zum ungarischen Mediengesetz äussert. ;-)
Frau Özkan hatte ja schon mal in Niedersachsen den ersten Anlauf genommen....
Wie es aussieht, wird die EU außer ein paar empörten Statements nichts unternehmen...und hinterher will niemand etwas vorhergesehen oder gar gewusst haben. Am Beispiel Ungarns zeigt sich doch, wie undemokratisch dieses aufgeblasene Gebilde EU doch eigentlich ist.
Paging