Der Mix macht's: Chef-Juror Raab gibt sich philosophisch, Xavier Naidoo wirbt englisch für Deutsch - und Lena fährt nach Oslo.
Wie die Sache ausgeht, ist spätestens dann klar, als Lena einem Millionenpublikum erklärt, dass man zu einem Lippenstift mit Fanta-Geschmack noch den mit Cola-Geschmack braucht - wenn man möchte, dass die Lippen nach Mezzo Mix schmecken.
Sang sich in die Herzen der Zuschauer: Die erst 18-jährige Lena Meyer-Landrut fährt für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Oslo. (© Foto: dpa)
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Beziehungsweise dann, als die Moderatoren Lenas Gegenkandidatin Jennifer nach dem Geschmack ihres Lippenstifts fragen: "Normal, oder?"
Keine Kritik, aber große Wahrheiten
Es ist also Lena, die für Deutschland nach Oslo fährt, zum Eurovision Song Contest, jenem musikalischen Event, bei dem die Deutschen in den vergangenen Jahren meist hauptsächlich darin glänzten, freundlich zu lächeln, wenn europäische Nachbarn ihre Darbietungen mit un point, one point honorierten.
Nein, "normal" ist sicher nicht das Adjektiv, mit dem man Lena Meyer-Landrut beschreiben könnte. Und wenn man diese 18-Jährige am Freitagabend singen hört, sie tanzen sieht und ihren Ausführungen zum Thema Mixgetränke zur Lippenpflege lauscht, könnte man fast verstehen, dass Stefan Raab, dem großen Caster, einfach keine kritischen Bemerkungen mehr einfallen wollen.
Und trotzdem. Ein Lied und eine dazu passende Sängerin sind zu küren, es ist der alles entscheidende Abend, das Finale von Unser Star für Oslo, der historischen Kooperation zwischen dem Gremiensender ARD und dem Privatsender ProSieben. Da könnte Stefan Raab vielleicht doch noch zu alter Form zurückfinden, sich vielleicht doch noch einmal zu einem kritischen Wort oder gar eine frechen Bemerkung hinreißen lassen.
Von wegen. Der Jurypapst hält sich mit Details wie getroffenen und nicht getroffenen Tönen nicht auf, die Wahrheiten, die er zu verkünden hat, sind größer.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Juror Xavier Naidoo sich für die deutsche Sprache stark machte - weitgehend auf Englisch.
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Studie zur Beliebtheit der Deutschen
Nun, sie ist ja ein Schnuckel, das muss man ihr lassen. Auch ihre offene Art ist gewinnend.
Blöd nur, dass diese beiden Punkte nur eine sehr untergeordnete Rolle bei einem Lied-Wettbewerb spielen.
Leider kann sie weder singen (vor allem nicht den Song mit dem sie auftreten will/muss) und noch Englisch (catlove heißt z.B. auch im tiefsten cockney nicht "kiteloaf", wer mir nicht glaubt kann sich ja noch mal den Song anhören).
Also bleibt nur die Chance auf Mitleidspunkte (bei Deutschland unwahrscheinlich), oder eben dafür, dass sie so ein Schnuckel ist...
ich bin überzegt, dass sie es schaffen wird!
http://schule-der-rockgitarre.de/de/magazin/114
wenn man den Blätterwald verfolgt, dann steht das Ergebnis
durch den so typisch deutschen Meckerer mit 0 Punkten fest.
Auch ich, (63) stand den Songs von dieser überaus sympatischen jungen Frau etwas ratlos gegenüber.
Und doch hat Sie es geschafft Ihr gespannt zuzuhören.
Lassen wir uns doch einfach überraschen.
Sheryhan hätte weiter kommen können, weil sie neben einer absolut netten Austrahlung sehr gut singen kann. Nur ihre eigenen Kompositionen waren nicht gut genug, aber sie wollte es so. Mit anderen Songs wär sie weiter gekommen, garantiert.....sämtliche Jurymitglieder haben immer wieder Andeutungen gemacht, wie z.B. ....sehr mutig einen eigenen Song......heisst halt soviel wie....ihr wisst schon.
Leider geht es mit unpassenden Songs weiter. Die Gewinnerin singt gut, aber die zur Wahl stehenden Songs waren nicht gut und stark genug. Für einen Erfolg bracht es eben beides, einene guten Interpreten und ein gutes Lied....naja da hätte mehr drin sein müssen. Schade.
"...aber mit Sheryhan wurde die beste Sängerin rausgewählt (die einzige, die immer den Ton traf) und mit Christian wurde ein "Typ" rausgewählt, der Deutschland gut getan hätte,... "
Das ist richtig: Sheryan hat den Ton immer getroffen, aber die Performance war dann doch etwas dröge. Dursti ist ein Hammmertyp, seine Eigenkomposition ist absolut hitverdächtig, aber für die Mehrheit hat es dann eben doch nicht gereicht.
Es gibt sowieso kein Patentrezept. Mal gewinnt wein Schnulzentenor, mal eine Rockband mit Gummimasken. Lena und der Song Satellite haben genügend Austrahlung um oben mitzumischen...Ich wünsche ihr dafür alles Gute und Erfolg :o))
Gruß Balldieb
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