"Alkohol - bester Freund oder schlimmster Feind?", fragt Sandra Maischberger und hat einen Gast geladen, der etwas zu offen über seine Vorliebe für Hochprozentiges spricht.
Schon als Wolfgang Völz mit dem Fahrsimulator das kleine Mädchen überfährt, ist man nicht mehr ganz sicher, ob die Wahl dieses Gastes ein besonders gelungener Griff war. Wolfgang Völz, 79 Jahre alt, berühmt geworden als Teil der Besatzung der Raumpatrouille Orion und in einer Vielzahl von Edgar-Wallace-Filmen, soll zu Beginn von Sandra Maischbergers Diskussionsrunde zum Thema "Alkohol - bester Freund oder schlimmster Feind?" die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf die Fahrtüchtigkeit demonstrieren.
Ließ ihre Gäste über Alkohol und seine Gefahren diskutieren: ARD-Moderatorin Sandra Maischberger. (© Foto: dpa)
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Also setzt man ihn hinter ein großes Plastiklenkrad, lässt ihn eine virtuelle Straße hinunterfahren, ein paar virtuelle Gehsteige mitnehmen, ein virtuelles Kind über den Haufen fahren - und ein bisschen davon erzählen, wie er auch auf echten Straßen gerne betrunken sein Auto steuert.
Einer liefert die Vorlagen
So lässt ihn Sandra Maischberger für ihre weiteren Gäste (zwei ehemalige Alkoholiker, ein erwachsener Sohn eines alkoholkranken Vaters, ein Suchttherapeut, ein Bierbrauer) die Vorlage für den ersten Teil der Diskussion liefern. Thema: Mit wie viel Bier im Blut sollte man noch ein Auto bedienen?
Die nicht ganz von der Hand zu weisende Frage, ob die Überforderung des Herrn Völz vielleicht neben der vom Computer simulierten verlangsamten Reaktionszeit und dem eingeschränkten Sichtfeld auch daher rührt, dass Computerspiele und Fahrsimulatoren wahrscheinlich nicht zu den üblichen Spielzeugen des Schauspielers gehören, wird ausgespart.
Ja, Vorlagen liefert Wolfgang Völz an diesem Abend so einige: Zum Beispiel als er erzählt, dass er in der Früh schon mal ein Gläschen Wein trinke, weil das Leben dann so schön viel schummriger aussieht. Oder als er fragt, ob es ein schlechtes Zeichen sei, dass er sich seit neuestem manchmal nachts auf dem Weg aufs Klo verläuft. Oder Geschichten, wie er mit 13 Jahren zum ersten Mal Alkohol getrunken hat und wie er schon sehr oft betrunken auf der Bühne stand.
Bis einen irgendwann das ungute Gefühl beschleicht, dass Herr Völz die Wirkung solcher Sätze auf das Fernsehpublikum einer ARD-Talkshow nicht ganz so vollständig einschätzen kann - und sein vielleicht etwas zu offener Umgang mit seinen Trinkgewohnheiten dem Versuch enspricht, eine gelungene Sendedramaturgie hinzubekommen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum die Gesprächsrunde neben Klischees wenig neue Erkenntnisse zum Thema hervorbringt.
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@ Grantlerhesse
Wer hat dort was geschafft. 2 Alkoholiker haben das Saufen aufgehört. Das ist auch gut so, nicht mehr und nicht weniger.
Weder Herr Völz noch die, die es "geschafft haben", sind eine Hilfe in dieser Diskussion. Und auch nicht der Arzt von der Trinkerheilstätte, der aufgrund seiner naturgemäß äußerst schlechten Erfahrungen, dazu neigte, alkoholhältige Getränke in Bausch und Bogen zu verteufeln. Das ist nicht hilfreich für Menschen, die ganz gerne ein Gläschen Wein oder Bier trinken möchten, ohne zum Trinker zu werden.
Da war mir der etwas hysterisch wirkende, überkandidelte Modeschöpfer schon lieber, der immer wieder auf die Gefahren des Alkohols hinwies und die Zuseher dazu ermahnte, sich beim Genuß von alkoholischen Getränken dessen bewußt zu sein.
.....saßen keine Kinder mehr vor der Glotze.
Diese Sendung war ja wohl wieder ein typischer Maischberger.
Ein vollkommenes Durcheinander mit teilweise skurrilen Gästen, die teilweise hemmungslos mit ihren Sauforgien prahlten.
Als Einstieg einen sich offensichtlich um seinen Verstand gesoffenen ehemaligen C-Schauspieler, der am Simulator dummes Zeug von sich gab und damit angegeben hat, dass er meistens besoffen Auto fährt.
Usw., usw.
Frau Maischberger muss einen tollen Vertrag oder gute Fürsprecher bei der ARD haben, denn die Arbeit, die sie abliefert, ist unter aller Sau. Beim ZDF wäre sie längst gefeuert.
Kern meiner Aussage sollte nicht sein, dass Herr Völz lange gearbeitet hat. Ich wollte damit sagen, wenn jemand ein erfülltes Leben hat, darf er selber für sich entscheiden, ob er bisweilen mal einen zu viel zu sich nimmt. Bei einem 79-jährigen auf gesundheitliche Folgen hinzuweisen halte ich für mäßig sinnvoll: wenn es ihm jetzt gutgeht, wird es ihn nicht interessieren, dass er ohne Alk 98 anstatt 92 werden kann.
Nunja, ganz unberechtigt ist die Teilnahme des Herrn Volz da wohl nicht gewesen. Immerhin sieht man so, wie ein Alkoholiker versucht, seine Sucht zu relativieren! "weil man seiner Meinung nach besser schläft und die Verdauung so schön angeregt wird"
Es gibt immer einen Grund zu trinken...! Und wenn man keinen hat, dann sucht man sich einen.
Man sieht, dass man die Sucht nur überwinden kann, wenn man erstens das Problem überhaupt erkennt und zweitens bereit ist, das zu ändern! Insofern ist die Gegenüberstellung von Menschen, die es geschafft haben und solchen, die mitten drin sind im Problem nichts schlechtes.
Ah, verstehe...eine Spielshow! Mit eindeutig betrunkenen Gästen, also nur für Erwachsene, keine von diesen tumben Familienshows...
So ein Mist, dass ich das verpasst habe! Wohl ein neues Konzept, was? Habe "Maischberger" völlig falsch eingeschätzt...ich Dummerchen...
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