Arbeitsministerin von der Leyen im Realitätstest: Hilflos träumt sie bei Sandra Maischberger mit drei Hartz-IV-Empfängern von Vollbeschäftigung.
Er ist jung und ohne Ausbildung. Sie spricht drei Sprachen fließend, ist aber schon über 50. Einen Job haben sie beide nicht. Sandra Maischberger wollte bei ihrem Hartz-IV-Talk im Ersten nicht nur über, sondern auch mit Betroffenen reden: Die Moderatorin hatte neben der Arbeitsministerin, einem Unternehmer und einer Arbeitsvermittlerin auch drei Arbeitslose ins Fernsehstudio gebeten.
Moderatorin Maischberger: "Das Wichtigste ist Dranbleiben" ist die Losung ihres Gastes Ursula von der Leyen. (© Foto: dpa)
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Der Titel der Sendung ("Raus aus Hartz IV, rein in den Job: Hilft nur Zwang?") schien angesichts der drei Gäste aber eher verfehlt - sie alle wollen arbeiten.
"Sie müssen nur wollen"
Der 23-jährige René Volkmann hat schon als Bäcker, Kellner und Zeitungsausträger Geld verdient und wäre über einen festen Job in der Gastronomie überglücklich. Petra Sommer wiederum schrieb mehr als 130 Bewerbungen: Bevor sie Ende des Jahres Hartz IV beziehen müsse, wandere sie lieber aus, kündigt die Managerin an. Und Kerstin Weidner schließlich, die seit beinahe 20 Jahren auf Arbeitssuche ist, hat in ihrer Heimat die "Aktionsgruppe gegen soziales Unrecht Senftenberg" gegründet. "Ich habe schon Arbeit, nur wird sie nicht bezahlt", sagt die Bürokauffrau selbstbewusst.
Das beliebte Mantra "Sie müssen nur wollen" bleibt da selbst Ursula von der Leyen im Halse stecken. Die Arbeitsministerin hat kürzlich ein neues Förderprogramm mit auf den Weg gebracht: Arbeitslosen Jugendlichen soll innerhalb von sechs Wochen ein Jobangebot oder eine Weiterbildungsmaßnahme vermittelt werden, "das Wichtigste ist Dranbleiben!". Und was, wenn das mit den sechs Wochen nicht klappt? Trotz dutzendfacher Nachfrage erhält Sandra Maischberger darauf keine befriedigende Antwort.
Diejenigen, die lieber "hartzen" als arbeiten, sitzen nicht mit im Studio, sondern tauchten nur in einem kurzen Einspielfilm auf: Schüler einer hessischen Berufsschule entziffern lustlos einen Text über Arbeitslosenförderung. "Was bedeutet erwerbstätig?", fragt einer und bekommt nur Schulterzucken als Antwort.
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Partyzone Flußufer
Ich finde, das mit dem Spinnennetz ist ein überaus treffender Satz, gerade auch im Kontext zur Hängematte.
Zum Thema Motivation eine kleine Beobachtung:
Als ich einmal, glücklicher Weise nur kurzfristig, mit einer Arge in einer deutsch Großstadt zu tun hatte, sah ich fasziniert die völlig verstaubten Telefonapparate verschiedener Sachbearbeiter. Die Dinger waren derart von Staub überzogen, als seien sie eingeschneit, lediglich auf den Tasten gab es die "Fusstapfen" der Finger.
Offenbar wurde das Büro von Reinigungskräften gesäubert, die Telefonapparate aber nicht, auch die Sachbearbeiter kamen offensichtlich über Monate und Jahre nicht auf die Idee ihre Geräte mal ab zu wischen, richtig ekelig.
Wenn solche Herrschaften dann zum Thema "Fördern und Fordern" oder "Einstehungsgemeinschaft" usw. referieren, hat das schon etwas sehr Bizarres.
Sicherlich ist Arge-Mitarbeiter nicht gleich Arge-Mitarbeiter, genau so wenig wie "Harz-4ler" gleich "Harz-4ler" ist, aber es waren einige solcher Ekeltelefone zu sehen.
1. der Wunsch nach einer Unterschrift sollte nicht kategorisch als Unwillen aufgefaßt werden. Dieser Wunsch ist gesunder Selbstschutz, denn ohne eine solche wird man um 30% sanktioniert. Dazu muß Hr. Schwarz nicht einmal denunzieren, es reicht das Fehlen der Unterschrift!
2. als Unternehmer sollte Hr. Schwarz mal davon gehört haben, daß Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Solange er 'händeringend' nach 100 Leuten sucht, aber nur einen findet, so lange ist der Preis für die Arbeit zu niedrig. Verwunderlich ist nur, daß man das einem Unternehmer noch sagen muß. Tststs.
3. Insgesamt scheint das Unternehmen des Hr. Schwarz doch gut zu laufen. Solange ein Unternehmer 99 Stellen unbesetzt lassen kann, solange kann es keinen Grund zum Klagen geben.
In meinem Beitrag von 13:31 hat sich der Schreibfehlerteufel eingeschlichen. Richtig ist "werte Dame" und das natürlich ohne h.
Niedriglöhne, Leiharbeit ist gewollt und vorsätzlich herbeigeführt um das zu erreichen, was uns das Ausland vorwirft:
Mit diesen Mitteln einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Vokswirtschaften zu haben, Exporte und damit Gewinne international operierender Unternehmen extrem zu steigern.
Eine Abkehr davon hat das Trio Infernale, Merkel, Brüderle und Westerwelle bereits abgelehnt.
Deshalb kann es auch nicht im Interesse von Schwarz-gelb sein, an den Zuständen etwas zu ändern, sprich den deutschen Arbeitnehmer zu stärken, für Jobs zu sorgen und die Unternehmen entsprechend zu fordern.
Folglich ist alles Geschwätz, was zu diesem Thema aus dem Mund eines CDU-CSU-FDP und leider auch SPD-Politikers kommt.
NRW: Schickt sie in die Wüste. Das ist die einzige Sprache, die sie verstehen. Nur wenn sie Angst bekommen, ihre Macht zu verlieren, werden sie euch ein paar Häppchen von dem zurückgeben, was euch zusteht.
Stellt euch mal Westerwelle, Brüderle, Merkel usw. ohne Amt vor.
Ein paar armselige Würstchen, die wahrscheinlich selbst keinen Job finden würden, wenn sie sich ohne Beziehungen dem Markt stellen müßten.
Der OB der Stadt Kiel, Torsten Albig, vormals Sprecher des Bundesfinanzministeriums unter Steinbrück, äußerte sich im März diesen Jahres in einem SPIEGEL-Artikel: "Die da in der Hauptstadt haben nicht die leiseste Ahnung, wie es draußen im Land wirklich aussieht." Er gab zu, dass es bei ihm selbst früher auch so gewesen sei.
Kein Wunder, bei all den Spin-Doktoren und Statistik-Artisten, den beflissenen Meinungsumfragern und Zahlen-Akrobaten, den Kaffeesatzlesern und Eingeweide-Deutern bleibt der Blick der Regierungspolitikerauf die bittere Realität eben weichgezeichnet und schöngespült.
Deren Reaktion auf gesellschaftliche Probleme macht sich dann in folgender (selbstverständlich satirischer!) Lesart deutlich:
Was, die Armut soll in weiten Teilen der Bevölkerung um sich greifen? Ach wie schön, dass dadurch das ehrenamtliche soziale Engagement gefördert wird... von Tafeln und Suppenküchen und Schuldnerberatungen.
Was, die arbeitende Bevölkerung soll immer mehr in prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit Niedriglöhnen abrutschen? Ach, wie schön, dass wir die notleidenden Unternehmer durch steuerfinanzierte Aufstockerlöhne unterstützen dürfen.
Was, es soll massive Missstände in Alten- und Pflegeheimen geben? Ach, wie schön, dass die Pflege dann viel preiswerter innerhalb der Familie verbleibt - ein schönes Beispiel für den gewachsenen familiären Zusammenhalt.
usw. usw. usw.
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