Lediglich Gerhart Baum sprang Köppel in Ansätzen und in den ersten 45 Minuten der Sendung zur Seite, weil auch er geltendes Recht gebrochen sieht. "Wir verletzten Grundsätze des Rechtsstaats", findet der Liberale: "Wir ermuntern zu einem Klima des Denunziantentums." Als Christdemokrat Bosbach dankenswerterweise Klartext sprach und den CD-Ankauf vehement verteidigte, trommelte Baum nervös mit den Fingerkuppen auf der Tischplatte.
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Frank Plasberg diskutierte das Thema, das die Deutschen am meisten beschäftigt: Was tun mit der Daten-CD? (© Foto: dpa)
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Wo war Ackermann?
Doch in der zweiten Halbzeit der Talkshow ging auch der ehemalige Innenminister auf Distanz zum selbsternannten Schweizer Botschafter Köppel. Wie sich der Gast aus der Schweiz denn bitte die Zukunft vorstelle, wollte Baum wissen: "Richtig wäre es, ein Abkommen mit der Schweiz zu finden."
Und Köppel? Der konnte auch am Ende der Sendung und nach etlichen verbalen Angriffen aus der Runde noch lachen. "Ich erlaube mir gelegentlich, die Politik der Deutschen zu kritisieren", kokettierte er. Selbst auf die letzte Plasberg-Frage, bei welchem der vier Mitdiskutanten er denn einziehen würde, antwortete er souverän lächelnd: "Bei allen." Dafür ist Köppel einfach zu sehr Medienprofi.
Warum allerdings kein einziger Top-Banker an dem Abendgespräch teilnahm, bleibt Plasbergs Geheimnis. Josef Ackermann zum Beispiel, Deutsche-Bank-Chef und Schweizer in Personalunion, hätte gut in die Runde gepasst.
Er hätte zu Geld, Gier und Gesetz sicherlich manches beizutragen gehabt.
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(sueddeutsche.de/jja/mati)
Kapitalabzug aus Südeuropa
"An einem Fakt kann das nichts ändern, der Komplizenschaft mit Massenmördern, Drogenbaronen und Diktatoren. Allein schon das Beispiel mit Baby Doc ist in allen Facetten so unappetitlich, daß sich jegliche Verteidigung ins Gegenteil verkehrt.
Es mag knallhart gewesen sein, was Leyendecker bei Plasberg vertreten hat. Was die Absahner-Mafia in CH angeht, war er nicht ein Jota danebengelegen. Daß das abfärbt, war erkenntlich an der Stellungnahme der Schweizerin, die Ausländer nach der Sprache relativierte oder an dem Schmierfink von der Weltwoche, diesem erbärmlichen Blocher-Verschnitt."
Als Schweizer, der auf sein Land gar nicht so stolz ist, kann ich die obigen Aussagen nicht unwidersprochen stehen lassen.
Ich frage mich, woher Sie diese Behauptungen haben. Richtig ist, dass es in früheren Zeiten immer wieder vorgekommen ist, dass sich Diktatoren hinter dem schweizerischen Bankgeheimnis verstecken konnten. Allerdings, wenn ein solcher Diktator gestürzt wurde, wurde auch sein Vermögen an die neue Regierung freigegeben.
Völliger Unsinn ist Ihre Behauptung, es bestehe eine Komplizenschaft zwischen der Schweiz oder deren Banken und irgendwelchen Waffenschiebern, Drogenabronen usw. Wir haben als einziges Land auf der Wel die direkte Demokratie und würden solches gar nie zulassen. Das Schweizer Volk denkt grossmehrheitlich nicht wie Köppel und Blocher. Also, bitte in Zkunft nicht einfach irgendwelchen Unsinn nachplappern, sondern sich vorher genau informieren.
Diesen Wichtigtuer Köpel mit seinem Wort-Ergüssen, entweder von FOCUS verpflichten lassen, als Leserbrief-Schreiber bei BILD anmelden oder aber auch einfach ruhig stellen und alternativlos abschieben.
wieso wird dieser unfähige hampelmann immer wieder auf unsere kosten (GEZ zahler) eingeladen. einfach ignorieren und basta.
Herr Köppel vertritt das Weltbild der verdienten Herrschaft der Wohlhabenden durch Erbschaft. Das, was das revolutionäre Bürgertum von der geköpften Adelsherrschaft gerne übernahm. Die Festschreibung dieser Herrschaft geschah über Zins- und Renditewirtschaft, den Garanten für Akkumulation bei den "Wohl"-Habenden. Die freie Zirkulation des Kapitals auf dem Globus war dann der letzte Coup diese Herrschaft zu zementieren und die Nationen zu konkurrierenden Lakaien zu degradieren. Wenn diese ihrer Lakaienrolle überdrüssig werden, wankt Köppels Weltbild und Selbstverständnis.
Wieso ist Roger Köppel so kontrovers? Ganz einfach, er hat ein marodes Blatt in Zürich übernommen und braucht dringend Quote. Der einzige Weg der zu mehr Lesern führt, ist, populistischen Schrott zu verbreiten und dies macht er grandios. Sei es bei Ausländerproblemen, Minarett-Initiative und selbstverständlich auch bei dem Schweizer Bankgeheimnis! Er verkörpert die Brutzelle einer intellektuellen BILD. Rechtskonservativ mit Berechnung.
Bei uns in der Schweiz nimmt man den Roger nicht so ernst. Mildes Lächeln ist angesagt...
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