Das ist er der doppelte Burda: Kaufmann und Künstler, Weltmann und Provinzler, Verleger und Journalist, Intellektueller und Massenbeglücker. "Du hast etwas zutiefst Volkstümliches in dir", sagt Maria Furtwägler einmal und nennt es: "dein Offenburg". Und er sagt brav: "Ich liebe Waldfeste und die Blasmusik." Er liebt es aber auch, mit seinen Freunden Peter Handke und Michael Krüger tagelang über Literatur zu reden. Alles zwei Seiten einer Münze. "Das Wichtigste ist Heiterkeit", meint Burda.

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Er überrasche sie immer wieder, erklärt Maria Furtwängler öffentlich diese Ehe. Wenn die beiden gemeinsam im Flugzeug reisen, fahren sie getrennt zum Flughafen, erfährt der Zuschauer: Während Hubert Burda anderthalb Stunden vorher da sein will, liebe sie es, im letzten Moment ins Flugzeug hineinzugleiten.

Weder Suppenhuhn noch Gummiadler

Frank und frei erzählt sie, die Schauspielerei intensiviert zu haben, um etwas Eigenes zu haben, um nicht als blonde Verlegerzier aufzutreten - und er gibt zu Protokoll, sich über ihre guten TV-Quoten zu erfreuen.

Ob sie einmal Verlegerin sein könnte, will Moderator Beckmann wissen. Und da antwortet Jubilar Burda zunächst diplomatisch: "Das klassische Verlagsgeschäft ist eine Welt für sich." Aber YouTube und Facebook, da kenne sie sich aus. Sicher ist: Im Alter von 27 Jahren werden die Kinder Jacob, 19, und Elisabeth, 18, erben. Schließlich ist Hubert Burda auch mit 27 ins familieneigene Verlagsgeschäft eingetreten. Maria Furtwängler wiederum wird in einem Gesellschafterausschuss auftreten.

Und dann verrät der Herr der Blätter zum Blättern noch, wie er das Understatement schätze: Man habe dann mehr Freiraum, "als wenn man als Star eingeflogen wird und als Suppenhuhn endet". Und dass er sich manchmal auch als "Herbert Burger" oder "Herbert Berger" vorstelle.

Bei Beckmann aber war er weder Suppenhuhn noch Gummiadler. Er war Hubert Burda, der Volkstümliche.

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  1. "Besessener" liebt Blasmusik
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(sueddeutsche.de/woja)