TV-Duell vor Bundestagswahl Steinbrück will Raab doch als Ko-Moderator

Raab mache höchst erfolgreich Unterhaltungssendungen im Fernsehen, die sich viele mit Vergnügen ansähen, so Steinbrück.

(Foto: obs)

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück ist doch mit Entertainer Stefan Raab als Moderator eines TV-Duells mit Angela Merkel einverstanden. Allerdings müsse auch die Kanzlerin zustimmen. Steinbrück forderte erneut zwei TV-Duelle. Davon könne eines im öffentlich-rechtlichen, das andere im privaten Fernsehen stattfinden.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist nun offenbar doch offen für ein TV-Duell mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das von dem Entertainer Stefan Raab mitmoderiert würde. Er halte zwei TV-Duelle für angemessen, "am besten eins mit privaten und eins mit öffentlich-rechtlichen Sendern", sagte Steinbrück der Bild-Zeitung. Darüber gebe es Verhandlungen zwischen den Sendern, der SPD und der CDU, wobei die Sender die Moderatoren vorschlügen. "Wenn Angela Merkel dann auch mit Stefan Raab einverstanden ist, wird es so geschehen."

Steinbrück sagte der Zeitung weiter, Raab mache höchst erfolgreich Unterhaltungssendungen im Fernsehen, die sich viele mit Vergnügen ansähen. "Er ist kein politischer Journalist", gab der Sozialdemokrat aber zu bedenken. Deshalb habe er auch den Vorschlag von Edmund Stoiber, Stefan Raab solle ein TV-Duell moderieren, nicht aufgegriffen. Nach Informationen der Bild gibt es mit dem 8. September bereits einen festen Termin für ein TV-Duell.

Politik "kein Wunschkonzert"

Raab selbst bekundete in einem Interview mit der Berliner Zeitung Interesse daran, ein Fernsehduell mitzumoderieren. "Wir haben das mit dem Sender ernsthaft diskutiert und finden es eine sehr reizvolle Idee. Ich bin mir mit ProSiebenSat.1 einig, dass wir dieses Experiment wagen wollen", sagte Raab der Zeitung. Er wolle aus dem TV-Duell "auch gar keine Unterhaltungsshow machen, sondern nur für ProSiebenSat.1 am journalistischen Katzentisch Platz nehmen und Fragen beisteuern", fügte Raab hinzu.

Darüber hinaus sei Politik auch "kein Wunschkonzert". "Ich glaube nicht, dass sich die Sender in ihre journalistische Unabhängigkeit hineinreden lassen und Kanzler und Herausforderer bisher die Moderatoren des TV-Duells aussuchen durften", sagte der Entertainer weiter.

Steinbrück hatte sich zunächst gegen Raab als Moderator ausgesprochen. Politik sei "keine Unterhaltungssendung, sondern ein ernstes Geschäft", hatte er gesagt.