Bei der Reform der Rundfunkgebühren will der Freistaat Sachsen vorpreschen und eine Haushaltsabgabe von 17,98 Euro ins Gesetz schreiben. So einfach geht das allerdings nicht.
Anfang Juni beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder den Systemwechsel bei der Rundfunkgebühr und hatten selbst viel Lob für ihren Plan. Die Erleichterung ist begreiflich, denn das alte Modell hat nicht nur rechtliche Schwachstellen (PC-Gebühr), sondern durch die Schnüffeleien der GEZ auch einen miserablen Ruf. Der Neustart mit einer allgemeinen Haushaltsabgabe war insofern vor allem eine Aktion für mehr Akzeptanz bei den Leuten. Wahrscheinlich ist das Werben um Zustimmung derzeit überhaupt die wichtigste Aufgabe für ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die Öffentlich-Rechtlichen können auf Qualitäten bei Kultur und Information verweisen. Aber die Höhe der Rundfunkgebühr spielt keine geringe Rolle, wenn die Bürger vor den Fernsehern sparen müssen und Privatsender kostenlos sind.
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(© ag.dpa)
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In diesen Tagen entstehen die Entwürfe für das neue Gebühren-Gesetz. Zwei Maximen der Politik begrenzen die Spielräume: Ein Haushalt soll nicht mehr zahlen als 17,98 Euro, die jetzige GEZ-Gebühr pro Gerät. Zudem sollen die Sender nicht weniger Einkünfte als bisher erhalten; 2009 lagen die Gebührenerträge bei 7,6 Milliarden Euro. Die finanziellen Auswirkungen seien mit Hilfe der Daten bei der GEZ abgeschätzt, heißt es aus Verhandlungskreisen, man gehe davon aus, dass die Einnahmen der Sender stabil bleiben.
Die Sätze über sagenhaften Mehreinnahmen für die Anstalten, von denen der FDP-Politiker Burkhardt Müller-Sönksen in der Bild-Zeitung wusste ("1,2 bis 1,6 Milliarden pro Jahr"), bewiesen hauptsächlich: die Medienwirksamkeit aller Wortmeldungen zur Rundfunkabgabe - und die allgemeine Erregbarkeit beim Verdacht, die Sender könnten von der Umstellung profitieren.
Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich nicht ohne Grund früh darauf festgelegt, dass die neue Abgabe nicht teurer wird als 17,98 Euro. Allerdings gilt das Versprechen nur für den Vorgang der Umstellung selbst, der nicht ganz zufällig mitten in einer laufenden Gebührenperiode vollzogen wird - also mit genug zeitlichem Abstand zur Entscheidung der unabhängigen Gebührenkommission KEF für die Abgabe ab dem Jahr 2013. Die KEF prüft den von den Sendern angemeldeten Finanzbedarf und legt eine Gebührenhöhe fest, die dann von den Landtagen bestätigt werden muss. Selbst wenn die Systemumstellung in diesem Herbst kostenneutral gelingt, ist nicht gesagt, dass ab 2013 nicht doch mehr fällig wird als 17,98 Euro - etwa durch einen Teuerungs-Zuschlag oder höheren Bedarf der Anstalten.
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Ansgar Hevelings Angriff auf das Internet
Rundfunk, ich häng ne Litze an meinen TV und empfange dann Bild/Ton, gibt es schon lange nicht mehr. Ohne Kabel oder Receiver empfängt man nix als weißes Rauschen. Ohne Rundfunkempfang also keine Rundfunkgebühr.
Und selbst wenn Hirn vom Himmel fällt und die Ministerpräsidenten wenigstens das Gesetzeswerk in Digitalfunkgesetzbuch umbenennen, sind keine 18 Euro gerechtfertigt. Die Hälfte der Sender wird nicht ausgestrahlt (kika, neo, ardextra, zdf+). Und die ausgestrahlten sind nur bei klarstem Wetter zu empfangen. Sobald es regnet pixelt der Bildschirm. Mehr als Zwofuffzich im Monat sind die ÖRS nicht wert.
und hinterfragenden Journalismus. Nur wo???
Laut stat. Bundesamtes (Internetrecheche) haben wir
40.000.000 Haushalte * 17,98 €/mtl * 12 Monate
4.000.000 Gewerbebetriebe * 5,66 €/mtl * 12 Monate (steigt mit Anzahl der Beschäftigten und Filialen)
5.000.000 Firmenwagen * 5,66 €/mtl * 12 Monate
1.000.000 Hotelbetten * 5,66 €/mtl * 12 Monate
und wenn das die Herren einmal zusammen rechnen, dann sind Mehreinnahmen von 2.000.000.000 €/Jahr drin!
Der Gutachter sprach von Haushalten und Gewerbebetrieben! Die Landesfürsten, Intendanten und Spekulanten, die nicht damit rechneten, daß einige nachrechnen, sprechen jetzt jedoch bereits von Wohnungen, Betriebsstätten. Und diese Anzahl wird noch höher sein. (Zweitwohnungen, ...) Dabei ist der Begriff "Wohnung" gar nicht einheitlich definiert! Wie können da die Ministerpräsidenten ein Gesetz verabschieden oder wie der Herr Beermann den Betrag von 17,98 € bereits festschreiben? Weder das Gutachten, noch die Presse inkl. Onlineseiten der ARD&ZDF haben obige Zahlen veröffentlicht!
Ich hatte einige Politiker aufgrund meines Online-Beitragsrechners angeschreieben. Aber ARD&ZDF gibt nur hohle Dementies heraus. Der ARD-Vorsitzende stellt sogar fest, wenn es zu Mehreinnahmen kommen würde, dann werden die mit dem Mehrbedarf! verrechnet. Aussagen von Kritikern, die eine Mehreinnahme befürchten, werden als "abwegige Spekulation" oder als "illusorisch" bezeichnet. Doch konkrete Zahlen gibt keiner heraus. Als ein Redakteur falsch rechnete: 40.000.000 * 17,98 € ergäbe ja auch in etwas 7,2 Milliarden bekam ich einen Schreck! Hatte ich falsch gerechnet? Doch die ZIffernfolge 719 stimmte, doch es ist lediglich die mtl. Summe von 719 Mill.und diese Zahl muss noch mit 12 Monaten multipluziert werden. Und dann kommen 8,6 Milliarden heraus (allein durch Haushalte)
Wenn ARD&ZDF Aussagen der Kritiker als Spekulation bezeichnen, dann spreche ich hier die Spekulation aus: Die Herren haben sich auch alle während der Fußball-WM Euphorie verrechnet! Warum veröffentlicht der ö-r. Rundfunk keine Zahlen dazu? Vielelicht kann man sich dieses nicht eingestehen!!!
Aber der eigentliche Skandal ist, dass dieses Haushausmodell unsozial, ungerecht un dauch undemokratisch ist:
unsozial, weil Rentnerr, AZUBIs, Studenten evtl. 6% ihres Einkommens an Zwangsbeitrag zahlen müssen (Rundfunkratten - sorry - räte und Intendanten müssten so ab 350€/mtl.- 800 €/mtl. zahlen)
ungerecht, weil ein Zwangsbeitrag unabhängig der Nutzung
und politisch riskant, we
Ich, der ich keinen Fernseher mein eigen nenne, sondern nur ein Radio, zahle dezeit für 3 Monate, glaube ich ca.17, 30 Euro. (monatlich ca. 5, 80 Euro) Künftig 17,98 Euro, und so wie ich es verstanden habe, diese dann monatlich? Satte Preissteigerung für mich.
Ja, bei so viel gerechteren Gebühren, was soll man da noch sagen.