RTL setzt Serie nicht fort "Doctor's Diary" hat sich totgepflegt

Es war eine wunderbare Serie, witzig, lustig und sogar mit Anspruch. Doch jetzt ist "Doctor's Diary" tot. Die Serie wird keine Fortsetzung haben. Die Begründung des Senders ist skurril: Man war zu erfolgreich.

Das hat man nun davon, dass man eine herausragende Serie mit herausragenden Büchern, herausragendem Humor und herausragenden Schauspielern auf die Beine gestellt hat: Die Serie erstickt an ihrer Qualität. So zu bestaunen bei Doctor's Diary, jener RTL-Produktion, die seit 2008 drei Staffeln lang das Comeback der einheimischen Serie im deutschen Fernsehen bedeutete und nun keine Fortsetzung finden wird.

Operation gelungen, Patient tot. "Doctor's Diary" wird nicht fortgesetzt. Hier eine Szene mit Florian David Fitz (Mitte) und Ilja Szameitat.

(Foto: Herr Ober! Mein Happy End wird kalt!)

Doctor's Diary war künstlerisch ebenso erfolgreich (die erste Staffel wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet) wie beim Publikum: Der Marktanteil bei der jungen Zielgruppe von 14 bis 49 Jahren lag bei bis zu 19,2 Prozent.

Nach vielen Gesprächen mit allen Beteiligten vor und hinter der Kamera ist nunmehr klar, dass sich das Team von Doctor's Diary auf längere Sicht nicht mehr zusammenbringen lässt", erklärte Barbara Thielen, RTL-Bereichsleiterin Fiction an diesem Mittwoch. Zu sehr seien die Akteure, von Autor Bora Dagtekin über Diana Amft (Dr. Gretchen Haase) bis hin zu Florian David Fitz (Dr. Marc Meier) mit andern Projekten beschäftigt.

"Wir hätten gerne noch eine weitere Staffel beauftragt", sagt Thielen, die nun wieder mit jenen Akteuren arbeiten muss, die Zeit haben. Das sind leider nicht immer die besten.