Reich-Ranicki holt Gottschalk zur "FAS" Szenen einer Männerfreundschaft

Unterstützung mitten im Karrieretief: Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki holt Moderator Thomas Gottschalk als Kolumnist zur "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Sympathie geht auf einen berüchtigten Moment der jüngeren deutschen Fernsehgeschichte zurück.

Showmaster Thomas Gottschalk geht unter die Zeitungskolumnisten. Für die wöchentlich erscheinende Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) wird er sich von Ende Oktober an wöchentlich zu Wort melden. Ein Sprecher des Verlags bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitschrift Bunte.

Gottschalk, der sich im vergangenen Jahr als Moderator von Wetten, dass...? verabschiedet hatte, seither mit einer Vorabendsendung in der ARD scheiterte und aktuell mit überschaubarem Erfolg neben Dieter Bohlen in der Jury der RTL-Casting-Show "Das Supertalent" sitzt, soll in der Ausgabe vom 21. Oktober als Kolumnist vorgestellt werden und ab der folgenden Ausgabe dann regelmäßig schreiben.

Der Bunten zufolge war das Engagement Gottschalks ein besonderer Wunsch des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki (92), der selbst in der FAS seit Gründung im Jahr 2001 eine wöchentliche Literaturkolumne hat.

Besiegelt worden sei die neue Partnerschaft vergangenen Samstag in der Wohnung Reich-Ranickis. Die Kolumne des Fernsehmoderators soll den Titel tragen: "Fragen wir Thomas Gottschalk". Worüber er schreiben soll, wollte der Verlagssprecher noch nicht verraten.

Die Sympathie des Literaturkritikers Reich-Ranicki geht offenbar auf eine mittlerweile berüchtigte Episode der jüngeren deutschen Fernsehgeschichte zurück: Im Oktober 2008 wies Reich-Ranicki lautstark vor laufenden Kameras den Deutschen Fernsehpreis zurück ("Bei dem vielen Blödsinn, den ich heute Abend gesehen habe, glaube ich nicht, dass ich dazugehöre. Ich nehme diesen Preis nicht an"). Neben ihm damals der Moderator des Abends - Thomas Gottschalk. Noch auf der Bühne bot Reich-Ranicki dem TV-Entertainer das Du an.

Aus dem Eklat entstand eine gemeinsame Sendung im ZDF ("Aus gegebenem Anlass"), in der die beiden über die Qualität des deutschen Fernsehens diskutierten.

Im November 2008 verhalf Reich-Ranicki als Joker dann Gottschalk bei einer Prominentenausgabe von Günther Jauchs Wer wird Millionär erfolgreich durch die letzte Frage. Die Antwort war Dora Diamant, eine Gefährtin Franz Kafkas, der Kommentar von Gottschalk: "Marcel, ich liebe dich".

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