Die GEZ könnte möglicherweise alle zur Kasse bitten. Das erklärt der Professor aus Heidelberg nun in einem relevanten Gutachten.
An diesem Donnerstag stellt der frühere Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof in Berlin ein Gutachten vor, dem ARD und ZDF allerhöchste Bedeutung beimessen. Um zehn Uhr wird der Jurist in der Rundfunkkommission der Länder erwartet und dort über seine Erkenntnisse sprechen, die Klarheit über die geplante Reform der GEZ-Gebühren bringen sollen. Es geht um die Frage, nach welchem Modell die Deutschen von 2013 an für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen werden. Man konnte in den vergangenen Wochen auch den Eindruck haben, als ob die Akteure da nicht auf eine Fachschrift, sondern auf eine Offenbarung warteten.
Zahlen, auch wenn man gar nicht Fernsehen guckt - dieses Modell wird nun diskutiert. (© Foto: dpa)
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Wie aus Verhandlungskreisen vorab zu erfahren war, hält Kirchhof, 67, in seinem Gutachten eine Haushaltsabgabe für verfassungsrechtlich und europarechtlich möglich. Das dürfte den Impuls für die Umwandlung der GEZ-Gebühr geben. Gestützt auf Kirchhofs abgabenrechtliche Abwägungen, könnten sich die Ministerpräsidenten rasch zur Reform durchringen: Die Haushaltsabgabe hat den Charme des Neuanfangs.
Die Reform der GEZ-Gebühr hatten die Länderchefs verlangt, weil das alte Modell mit der Digitalisierung an Grenzen gestoßen ist, auch an die der Akzeptanz. Derzeit wird die Monatsgebühr von 17,98 Euro bei Besitzern von Rundfunk-Empfangsgeräten erhoben - dazu zählen seit 2006 per Gesetz auch internetfähige PCs. Auch eine Weiterentwicklung dieses alten Systems ("modifiziertes Gerätemodell") ist noch im Gespräch.
Seit Monaten wird in Kommissionen und Arbeitsgruppen errechnet, was der Systemwechsel die Anstalten und die Zuschauer kosten würde. Die Länderchefs haben verlangt, dass die TV-Gebühr durch die Reform nicht steigen soll. Politisch herrschte Entscheidungsstillstand, immer wieder wurde das Thema vertagt. Offizielle Begründung war, es müsse erst gesichert sein, ob ein Haushaltsmodell rechtlich haltbar wäre.
Hier kam Kirchhof ins Spiel.
Der Professor aus Heidelberg sollte, vereinfacht ausgedrückt, prüfen, ob man alle Bürger für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zur Kasse bitten kann, selbst wenn sie im Einzelfall weder ein Fernsehgerät, noch Radio oder Internet besitzen.
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Der unzensierte Blog von Bernd Höcker zur Zwangsanmeldung der GEZ ist unter http://www.zwangsanmeldung.x10.bz/ zu finden.
Viel Spaß beim lesen!
Unter "Informationeller Selbstbestimmung" verstehe ich nicht nur die Kontrolle über die Bekanntgabe/Verwendung meiner persönlichen Daten, sondern auch, daß ich selbst bestimmen kann, woher ich meine Informationen hole. Wie kommt eine Gruppe von Politikern, die, wenn man Nichtwähler und Wähler jeweils anderer Parteien zusammenzählt, nicht die Mehrheit der Bürger repräsentiert, mir vorzuschreiben, ab 2013 statt Zeitung zu lesen Fernzusehen ???
( s. Beitrag von 10.06.2010 um 08:48 Uhr ) Und das, ohne ein Fernsehgerät zu haben bzw. demnächst haben zu wollen! Oder bekommt etwa demnächst jeder ein Fernsehgerät zwangsweise und kostenlos zugestellt, Big Brother ?
Ich hatte nie einen Fernseher, da mir meine Lebenszeit viel zu wertvoll war und ist, um es durch Fernsehen zu vergeuden. Statt dessen habe ich es mit Zeitungen, Bücher und Radio gehalten.
Als Arbeitsloser (trotz unzähliger Bewerbungen, Berufserfahrung, IT/TK-Fachwissen, Fremdsprachen - aber : über 50 Jahre alt ...) verfüge ich über äußerst begrenzte finanziellen Mittel. Mit der nun einzuführenden Fernsehsteuer wird mir das Geld, das ich bisher für die Zeitung (GEZ-Gebühr für das Radio zahle ich ja ohnehin) ausgab, genommen. Weiß jemand, wo und wie man sich an einer Gemeinschaftsklage gegen die Fernsehsteuer beteiligen kann?
..soweit ich mich erinnere hat es mal geheissen, die GEZ solle die Grundversorgung der Buerger an Information sicherstellen.
Mal ne Frage:
sind ca.
4 ARD Sender
ca. 5-6 Regionalsender nach Laendern
plus ca. 5 ZDF Zender
und dann noch einige Gemeinschaftssender (3sat, phoenix..)
noch eine Grundversorung?
Plus sonstigen Nebeninformationen die wir mitkaufen, wie Internet der Channels...
Ich kann mir vorstellen in einer Diktatur haben sie mehr freie Auswahl, als in Deutschland..
Wer sich nicht "freiwillig" anmeldet, der wird eh zwangsangemeldet, wie der folgende Blog ausführlich beschreibt:
www.zwangsanmeldung.org
Also wozu noch die GEZ?
Paging