Partys sind wunderbare Plattformen für die Medienmacher - und unverzichtbar für die Branche. Findet sie und feiert sich selbst
Die Damen dürfen schon mal ihre Roben aus dem Schrank holen, die Herren den Smoking aufbügeln: Wenn am 30. Januar in Berlin die "Goldene Kamera" 2010 verliehen wird, dreht das Haus Axel Springer wieder das ganz große Rad. Hollywood-Stars wie Richard Gere, Diane Krüger und Danny DeVito gehören zu den Preisträgern, die am Abend der Verleihung über den roten Teppich laufen. Stars und Sternchen werden sich neben Prominenten aus Wirtschaft, Politik und natürlich der Medienbranche im Scheinwerferlicht sonnen.
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Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, die Festivitäten von Springers Programmzeitschrift Hörzu live im ZDF zu verfolgen. Springers Gala-Abstinenz ist damit abgehakt. Im vergangenen Krisenjahr hatte Verlagschef Mathias Döpfner angesichts der allgemeinen Wirtschaftsflaute eine Party-Pause verordnet - lediglich Charity-Events fanden statt. Bei Springer nutzte man die Pause, um die Strategie in Sachen Veranstaltungen grundlegend auf den Prüfstand zu stellen.
Das Ergebnis: Der Medienkonzern hat zum 1. Januar dieses Jahres unter dem Dach des Tochterunternehmens PACE eine zentrale Veranstaltungseinheit gebildet, in der das gesamte Event-Know-how des Hauses gebündelt ist. Die Abteilung umfasst die Veranstaltungsexperten aller Marken des Hauses - sie kümmert sich ab sofort konzernweit um Konzeption, Organisation und Durchführung aller Events.
Goldene Feder ersatzlos gestrichen
Denn ohne die großen, glanzvollen Veranstaltungen geht nichts mehr. Das sieht man nicht nur bei Springer so. Kaum ein Haus kann es sich mittlerweile leisten, ohne die Events auszukommen. Einige werden sogar neu geschaffen: So plant Condé Nast in diesem Herbst erstmals, den Geburtstag der monatlichen Frauenzeitschrift Myself in einem größeren Rahmen zu feiern.
"Grundsätzlich sind derartige Veranstaltungen von hoher Relevanz. Sie dienen als Plattform für die Darstellung von Unternehmensbotschaften und machen die jeweilige Marke erlebbar", sagt Andreas Schoo, Geschäftführer der Bauer Media Group. Sei es nun für das breite Leserpublikum eines Titels oder für die Fachklientel. Einen Groß-Event lässt man bei Bauer diesmal aber ausfallen: Die "Goldene Feder" wird 2010 ersatzlos gestrichen - doch sie ist auch nicht an eine Marke des Hauses gekoppelt. Wie es mit dem Medienpreis weitergeht, ist offen. Schoo: "Wir denken zurzeit über eine Überarbeitung des Konzepts nach."
Lesen Sie auf der nächsten Seite, welchen Zusatznutzen solche Veranstaltungen haben.
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