Zurückhaltend gibt sich der von der künftigen ARD-Vorsitzenden Monika Piel gelenkte Westdeutsche Rundfunk. Beim WDR sind auch die Verträge für die ARD-Sendungen Wetter im Ersten, das Wetter in den Tagesthemen und das Wetter im Morgenmagazin anhängig. Das sind die Sendeflächen, auf denen Kachelmann selbst auftrat. Die Verbindung zum Sender aus Köln war und ist wohl noch eng. Von August 1994 bis Dezember 2006 war die WDR mediagroup GmbH Minderheitsgesellschafter ("weniger als 20 Prozent") der Jörg Kachelmann Produktions AG. Mit Verweis auf das laufende Verfahren sagt beim WDR niemand etwas: weder zur Laufzeit der Verträge, noch zu einer weiteren Zusammenarbeit.

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Meteomedia hat allerdings viele Abnehmer, die nicht im Mediengeschäft tätig sind, zum Beispiel Sparkassen und Versicherungen. Für sie ist die Personalie Kachelmann von geringer Bedeutung. Sie kaufen Unwetterwarnungen für einen Warnservice aufs mobile Telefon. Beeinflusst Kachelmanns Geschichte die Kooperation mit Meteomedia? Nein, heißt es aus diesen Kreisen, Meteomedia sei ein zuverlässiger Dienstleister - mit oder ohne Kachelmann. Man käme dabei auch ohne Kachelmann zurecht, sagt die Firmensprecherin auf SZ-Anfrage.

Mit Datum 1. August weitete Meteomedia seinen Unwetter-Warnservice auf Europa aus, beginnend mit Frankreich. Belgien, Luxemburg, England sollen folgen. Die Idee dazu hatte Kachelmann. Sein aufgestellter Zeitplan sei exakt eingehalten worden, auch ohne den Chef.

Auf der Website von Meteomedia sind gerade wieder ein paar Jobs ausgeschrieben. Gesucht wird unter anderem ein Medien-Meteorologe, männlich oder weiblich, "idealerweise mit Moderationserfahrung". Allerdings am Standort Hiddensee.

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  1. Kachelmann: Es regnet, es regnet, die Firma wird nass
  2. Das Auf und Ab des Jörg Kachelmann
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(SZ vom 03.08.2010/jmä)