Leserbindung "Zeit" sucht "Freunde"

Die Wochenzeitung "Die Zeit" startet ein Projekt, mit dem Leser enger an die Marke gebunden werden sollen. Chefredakteur Giovanni di Lorenzo kündigt unter dem Label "Freunde der Zeit" ein ganzes Programm an.

Von Katharina Riehl

Leser mit Angeboten über die Zeitung hinaus an die Marke zu binden, gilt in vielen Verlagen als Mittel der Zukunftssicherung - die Wochenzeitung Die Zeit startet nun ein Projekt namens "Freunde der Zeit". Auftakt bildet eine Veranstaltung für Abonnenten am 7. Oktober in der Uni Hamburg, bei der 40 Zeit-Journalisten auftreten. Das weitere Programm, das erst noch entwickelt werden soll, wird begleitet von einer wöchentlichen Zeitungsseite, wo "Werkstatt-Berichte und Debatten über unsere Arbeit stattfinden", so Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Die meisten Elemente sollen kostenlos sein, es werde aber, so di Lorenzo, auch einzelne Angebote geben, die kostenpflichtig sind, "allerdings werden die Abonnenten dabei deutlich weniger zahlen als andere Leser". Grundsätzlich gehe es ihm "um einen stärkeren Dialog mit unseren Lesern, nicht darum, mehr Zeit-Reisen zu verkaufen." Beim Verlag hofft man durch "Freunde der Zeit" auf eine noch höhere Wandlungsquote und eine längere Haltbarkeit bei den Abos.