Es gibt erste Konsequenzen im Streit mit dem Vater: Konstantin Neven DuMont steht nicht mehr als Herausgeber der "Frankfurter Rundschau" im Impressum.
Konstantin Neven DuMont, Verlegersohn und beurlaubter Vorstand der Kölner Mediengruppe M.DuMont Schauberg, hat offenbar seinen ersten Posten im familieneigenen Verlag verloren. Seit diesem Mittwoch steht er nicht mehr als Herausgeber der Frankfurter Rundschau (FR) im Impressum - sowohl im gedruckten Blatt als auch auf der Website und der iPad-Anwendung der Zeitung.
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Konstantin Neven DuMont - kein Verleger mehr bei der Frankfurter Rundschau. (© dpa)
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Der Verlag bestätigte auf Anfrage die Streichung im Impressum, wollte den Amtsverlust zunächst aber weder bestätigen noch kommentieren. Wer neuer FR-Herausgeber wird, war deshalb auch nicht zu erfahren.
Konstantin Neven DuMont, 41, steht seit Wochen in der Kritik. Zuletzt hatte er in Interviews das eigene Unternehmen und seinen Vater, den 83-jährigen Verlagschef Alfred Neven DuMont, attackiert. Vor allem über die defizitäre FR hatte sich der Junior äußerst kritisch geäußert und - ohne Absprache mit der restlichen Verlagsführung - Sparmaßnahmen angekündigt. Das war offenkundig zu viel.
Der Verlegersohn habe sich "völlig daneben" benommen und den Ruf der Zeitung gefährdet, hieß es nun aus Verlagskreisen. Für den Moment bleiben Konstantin Neven DuMont die Herausgeberschaften beim Kölner Stadt-Anzeiger, der Mitteldeutschen Zeitung und beim Boulevardblatt Express.
Die allerdings muss er allesamt mit seinem Cousin Christian DuMont Schütte und seinem Vater teilen. Alfred Neven DuMont hatte an diesem Dienstag eine "DuMont Depesche" an die Mitarbeiter verfasst und sich darin deutlich von seinem Sohn distanziert. So schnell, kündigte er an, werde er nicht abtreten.
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(SZ vom 18.11.2010/berr)
Wenn mann eine ehemals angesehene und erfolgreiche, überregionale Zeitung, kaputt spart, die Hälfte der Belegschaft entläßt, den Rest verrät und verkauft, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die Qualität nachläßt.
Das Sagen bei der FR haben mittlerweile Finanzjongleure und die selbstherrlichen Chefredakteure der Berliner Zeitung, die eh' alles besser können, weil sie halt in Berlin sitzen. Das ist aber auch schon alles, was diese Herren auszeichnet.
Pfusch an allen Ecken und Enden, und wer badet das aus? Die Mitarbeiter!
Der FR kann es nur guttun.
"Wenn der Vater mit dem Sohne" - tja "vertikkt kann man da nur sagen - aber
Hoffnung naht, bei Dr. Oetker hat es auch ein bisschen länger gedauert !!.........