Kommentatoren beim Sieg von AS Rom Wie sich Journalisten in Ekstase brüllen

Nachdem AS Rom in der Champions League den FC Barcelona rauswirft, sind auch die italienischen Fußballkommentatoren nicht mehr zu halten. Drei Hörbeispiele.

Von Carolin Gasteiger

Das Drei-null im Rückspiel war eine Sensation. Auch journalistisch. Lieferte doch die spektakuläre Champions-League-Begegnung zwischen der AS Rom und dem FC Barcelona alles, was man sich als Fußballkommentator wünschen kann. David gegen Goliath, eine Partie voller irrwitziger Wendungen, Jubel, Ekstase. Wenig verwunderlich also, dass sich die italienischen TV-Journalisten von der infernalischen Stimmung im Stadion anstecken ließen. Drei Beispiele.

Vor lauter Aufregung bleibt Pierluigi Pardo beim entscheidenden Treffer von Kostas Manolas nur eines: zu wiederholen. Der 44-jährige bekannte Sportmoderator, der das Champions-League-Spiel für den Privatsender Canale 5 kommentiert, kann das 3:0 gar nicht fassen. Immer wieder ruft er mit Verve den Endstand ins Mikro, nicht ohne darauf hin zu weisen, dass nur noch acht Minuten zu spielen bleiben.

Was bei Pardo noch nach Begeisterung klingt, gipfelt bei Alessandro Spartà in Ekstase. Der Journalist, der seit 2007 den vereinseigenen Sender Roma TV leitet und dafür auch die eigenen Partien kommentiert, spricht beim Siegtreffer nicht mehr. Er brüllt. Und zwar immer wieder den Namen des griechischen Torschützen Kostas Manolas.

Völlig hemmungslos jubelt AS-Roma-Urgestein Carlo Zampa. Er gilt in Italien als die offizielle Stimme der "Wölfe", sein Twitterprofil ziert nicht nur ein Bild mit Francesco Totti, sondern auch der Spruch: "Wer für Rom ist, verliert nie!" Zampas Jubel steigert sich am Dienstagabend von Tor zu Tor. Beim Siegtreffer kann er nur noch heiser krächzen.

Als der 55-Jährige wieder einigermaßen Luft bekommt, wiederholt auch er einen Satz immer wieder. Und zwar satte vier Mal in Serie: "Manolas!"