Die attackierte Agentur CMK bestätigte dem Stern, hinter Müntefering, Lafontaine und Seehofer hergewesen zu sein.

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Es habe sich jedoch um journalistisch begründete Jobs gehandelt: "Unsere Recherchemethoden bewegen sich stets im Bereich des presse- und standesrechtlich Zulässigen."

Die Firma tritt nach außen als Foto- und Recherche-Agentur auf. Für ihr Büro in Berlin-Moabit ist jedoch auch der Betrieb einer Detektei registriert.

Bunte räumt entsprechende Recherchen ein

Wer sich aktuell auf der Homepage ("Willkommen bei CMK Group") der Agentur erkundigen will, hat es an wichtigen Stellen mit "Serverfehlern" zu tun. Zum Beispiel beim CMK IRS (Investigative Reporting Services). Man sieht nur, wie ein Tennisball in ein Netz fliegt.

Die Firma wird offiziell geleitet von Geschäftsführer Max Christian Kießling. Sein Sohn Stefan aber führt wohl die große Regie. Zur Aktivität der Gruppe gehört der Verkauf von Bildmaterial, und dabei war auch der Stern schon Kunde.

Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel räumte auf Anfrage des Stern ein, CMK mit entsprechenden Recherchen zum Privatleben der Politiker beauftragt zu haben. Bunte habe im Frühjahr 2008 die Agentur CMK beauftragt, "eine angebliche Beziehung zwischen Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht zu recherchieren". Über "unlautere Methoden" sei Bunte "nichts bekannt".

Doch die offenkundige Systematik der Späharbeit weckt Zweifel, ob das mit dem journalistischen Ethos in Einklang zu bringen ist. Es war ja offenbar eine lukrative Schnüffelarbeit: Im Jahr 2008 überwies der Bunte Entertainment Verlag gemäß der Stern-Angaben rund 242.000 Euro.

Grundsätzlich ist das Privatleben von Politikern erst einmal tabu - auch wenn beispielsweise Berichte über das nichteheliche Kind Seehofers schließlich zum politischen Thema wurden.

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  1. "Bunte" Welt: Mit Stalker auf Politikerjagd
  2. Codename "Scarface" für Lafontaine
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(sueddeutsche.de/jja/berr)