Eines allerdings hat sich jetzt schon geändert: Die Anstalten der ARD berichten nun erstmalig über den Fall. Bei tagesschau.de ist bereits ein kleiner Artikel zu finden. Und auch fürs Fernsehen war klar, dass Tagesschau und Tagesthemen erstmals den Fall melden. Um dieses Thema wird man wohl in der ARD nicht mehr herumkommen.

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Kachelmann war immer wieder als Kritiker des angeblich zu teuren Wetterdiensts DWD aufgefallen, der früher mit der ARD kooperiert hat. Dann kam Meteomedia zum Zug mit dem Verkäufertalent Kachelmann, das die Wetternachrichten im Stil einer amerikanischen Soap präsentierte. Das war eine besondere Public Private Partnership, wie das im Wirtschaftsjargon heißt.

Entscheidend ist die WDR Media Group, die Werbetochter der größten ARD-Anstalt WDR, die im Vorabendprogramm Spots akquiriert, gerne auch rund um das Wetter im Ersten. Einst war die WDR-Tochter sogar mit 20 Prozent an der Jörg-Kachelmann-Produktions AG beteiligt. Hier ist über die Jahre eine enge Bindung entstanden.

Zur derzeitigen Situation gibt man sich rund um Kachelmann verschlossen. Auf Anfragen von sueddeutsche.de gibt es von Meteomedia keine offizielle Stellungnahme. In der von Meteomedia beauftragten Kommunikationsfirma Brainworx hat man offenbar Sprechverbot bekommen - nur noch Kachelmanns Anwalt Ralph Höcker darf wohl etwas sagen.

Das Thema ist delikat. Immerhin stehen für die Firma mit etwa hundert Angestellten wichtige Aufträge auf dem Spiel. Und die Vereinbarungen mit der WDR Mediagroup sollen befristet sein. Der Vertrag zum Wetter nach den Tagesthemen etwa läuft angeblich regulär noch bis zum 31. Dezember 2011.

Auf der Homepage von Meteomedia heißt es: "Die Medienwelt setzt auf Meteomedia." Jetzt muss Meteomedia auf die Medienwelt setzen, denn sonst könnten sie bald ohne Aufträge dastehen.

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  1. Vage Prognosen für das Kachelmann-Wetter
  2. Sie lesen jetzt "Die Medienwelt setzt auf Meteomedia"
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(sueddeutsche.de/jja)