Hollywood-Gäste bei "Wetten, dass..?" Halle Berry und Tom Hanks wollten abhauen

Der Wirbel um "Wetten, dass ..." geht weiter: Weil Halle Berry plötzlich Oliver Welke küssen sollte, wollten die Hollywoodstars Hanks und Berry die Sendung verlassen, berichtet der "Focus". Nur ein Zufall habe den Eklat verhindert. Das ZDF weist die Vorwürfe zurück.

Halle Berry hat ihre Gesichtszüge im Griff, Tom Hanks (Mitte) lächelt gequält. Ein Kuss von Halle Berry für Oliver Welke (rechts) sorgt als angeblich nicht abgesprochener Wetteinsatz für Zündstoff.

(Foto: dapd)

Nach der zweiten "Wetten, dass..?"-Sendung mit Markus Lanz gibt es Wirbel um angeblich nicht eingehaltene Absprachen zu Wetteinsätzen von Halle Berry und Tom Hanks. Das Magazin Focus berichtet, die Agenten der beiden Hollywood-Schauspieler hätten ihre Stars aus der laufenden Sendung abziehen wollen, weil sich die Redaktion nicht an vereinbarte Wetteinsätze gehalten habe.

Das ZDF wies die Vorwürfe umgehend zurück. "Die Wetteinsätze der Gäste wurden nicht während der Show verändert", sagte ein ZDF-Sprecher. "Es gab in der Tat eine Anfrage des Filmverleihs, ob man etwas früher gehen könne. Das stand aber in keinem Zusammenhang mit den Wetteinsätzen." Im übrigen wüssten die Gäste, dass sie als Paten im Falle einer verlorenen Wette ihren Einsatz in der Sendung erbringen müssten. "Entsprechend war auch mit Tom Hanks und Halle Berry im Vorfeld die Anwesenheit während der ganzen Show besprochen und zugesagt."

Das Nachrichtenmagazin will aus Kreisen des Künstlermanagements erfahren haben, dass mit Berry als Einsatz verabredet gewesen sei, sich passend zur von ihr betreuten Wette die Fingernägel lackieren zu lassen. Lanz habe die Schauspielerin dann jedoch mit der Forderung nach einem Kuss für den Comedian Oliver Welke düpiert. Als später auch der Wetteinsatz von Hanks verändert worden sei, habe es während des Auftritts der Sängerin Beth Ditto Verhandlungen über einen vorzeitigen Abgang der Stars aus der Show gegeben. Da die von Moderator Lanz postulierten Wetteinsätze weder bei Berry noch bei Hanks fällig wurden, sei ein Eklat vor laufender Kamera ausgeblieben.

"So was spricht sich bis Hollywood herum"

Bei den deutschen Töchterfirmen der US-Studios sorgt man sich dem Focus zufolge nun, dass Hollywood-Stars "Wetten, dass..?" künftig meiden könnten. Fox-Chef Vincent de La Tour fürchte etwa: "So was spricht sich bis Hollywood herum." Ähnlich habe sich Paramount geäußert. Das ZDF kommentierte dies mit den Worten: "Das ungebrochene Interesse internationaler Stars für kommende Sendungen spricht eine andere Sprache."

Unterdessen sind die Zuschauer uneins darüber, welche Chancen sie dem neuen Moderator einräumen. Nach einer Emnid-Umfrage der Bild am Sonntag glauben 38 Prozent der befragten 500 Männer und Frauen ab 14 Jahren an eine Zukunft der Show mit Lanz, eine ebenso hohe Prozentzahl verneinte diese Frage aber auch. Die meisten Lanz-Fans finden sich in der Gruppe der Schüler: 61 Prozent von ihnen sind überzeugt, dass "Wetten, dass..?" mit dem Thomas-Gottschalk-Nachfolger eine Zukunft hat.