Hans-Michael Rehberg Schauspieler Hans-Michael Rehberg ist tot

Der Schauspieler Hans-Michael Rehberg ist im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben.

(Foto: dpa)
  • Der Schauspieler Hans-Michael Rehberg ist tot. Er starb im Alter von 79 Jahren in Berlin.
  • Bekannt wurde er vor allem als ehrgeiziger Bischof in der Serie "Pfarrer Braun".
  • Rehberg verstand sich hauptsächlich als Theaterschauspieler, war aber auch als Regisseur und im Film tätig.

Der Schauspieler Hans-Michael Rehberg ist tot. Er starb am Dienstagvormittag im Alter von 79 Jahren in Berlin, wie das Münchner Residenztheater mitteilte.

Rehberg wurde 1938 in Fürstenwalde bei Berlin geboren. In Essen absolvierte er eine Schauspielausbildung. Seine Berufslaufbahn als Theaterschauspieler begann er an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, anschließend ging Rehberg von 1963 bis 1972 ans Bayerische Staatsschauspiel in München. Seine erste Rolle hatte er dort als Ferdinand in Kurt Meisels Inszenierung von "Kabale und Liebe". Zu seinen frühen Erfolgen im Charakterfach zählte der Alexej in Turgenjews "Ein Monat auf dem Lande" (1966) und der Herzog Orsino in Shakespeares "Was ihr wollt" (1970). Zwischen 1975 und 1977 gehörte Rehberg dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an, später spielte er als Gast an verschiedenen Theatern in Deutschland.

Rehberg war einer der beliebtesten Fernsehschauspieler in Deutschland

Rehberg war auch als Regisseur aktiv. Am Münchner Residenztheater brachte er 1971 Molières "Tartuffe" heraus und 1973 am Hamburger Schauspielhaus Hauptmanns "Die Ratten".

Neben der Bühnenarbeit widmete sich Rehberg schon früh dem Film und Fernsehen, auch wenn er sich hauptsächlich als Theaterschauspieler verstand. Rehberg gehörte zu den beliebtesten TV-Gesichtern, zumeist aber in Nebenrollen. Einem großen Fernsehpublikum wurde er vor allem als ehrgeiziger Bischof Sebastian Hemmelrath aus der Fernsehserie "Pfarrer Braun" bekannt. Auch in vielen TV-Krimis wie "Schuld" nach Ferdinand von Schirach, "SOKO Kitzbühel" und "Derrick" trat Rehberg auf. Seine erste Filmrolle hatte er 1945 im Kinofilm "Shiva und die Galgenblume". Seither spielte er in fast 50 Filmen mit, unter anderem in dem Drama "Die Wand" mit Martina Gedeck und dem Holocaustfilm "Schindlers Liste". Für den mit dem Oscar prämierten Film "Liebe" von Michael Haneke synchronisierte er den französischen Schauspieler Jean-Louis Trintignant.

Für sein Schaffen wurde Rehberg mehrfach ausgezeichnet. So wurde er 1994 mit der österreichischen Kainz-Medaille für die Darstellung des Mendel Krik in "Sonnenuntergang" von Isaak Babel im Wiener Akademietheater geehrt. 1999 erhielt er den Gertrud-Eysoldt-Ring als bester Schauspieler für "Der verkaufte Großvater" von Franz Xaver Kroetz am Münchner Volkstheater.

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