Volksmusik-Sendung "Stadlshow" vor dem Aus

Alexander Mazza und Francine Jordi wollten das TV-Format Volksmusik mit der Stadlshow verjüngen. Doch nun kämpfen sie mit großen Problemen.

(Foto: Herbert Pfarrhofer/dpa)
  • Der Bayerische Rundfunk hat mitgeteilt, erst nach der Ausstrahlung der Stadlshow am Silvestertag zu entscheiden, ob die Sendung fortgeführt wird.
  • Die Chancen dafür, dass es für das Format eine Zukunft gibt, sind damit erheblich gesunken.
Von David Denk

Die wohl halbherzigste Neuauflage der deutschsprachigen Fernsehgeschichte ist offenbar so gut wie Geschichte. Nach den schlechten Einschaltquoten der ersten Stadlshow, dem Nachfolgeformat des Musikantenstadl, haben die Partnersender "beschlossen, nach der Silvesterausgabe nochmals zu beraten und dann über die Zukunft zu entscheiden", teilte der BR am Mittwoch mit.

Er produziert die Sendung gemeinsam mit ORF und SRF. So klingt es, wenn das Publikum aufs Schlimmste vorbereitet wird. Die Verjüngung des seit einer halben TV-Ewigkeit, genau seit 1981, laufenden Volksmusik-Formats, für die man den beliebten Moderator Andy Borg gegen das nichtssagende Duo Alexander Mazza und Francine Jordi ausgetauscht hatte, ist also gescheitert - ohne dass man der Stadlshow die Chance gegeben hätte, sich zu entwickeln, zu etablieren.

Es ist ein Scheitern mit Ansage: Schon vor der ersten Ausgabe Mitte September hatte BR-Unterhaltungschefin Annette Siebenbürger erklärt, man werde sich nach der Premiere zusammensetzen und das Potenzial analysieren.

Ein Vertrauensvorschuss war das nicht gerade. Doch anstatt nun einen klaren Schnitt zu machen, verschleppen die Partner ihre endgültige Entscheidung ins neue Jahr. Mit den Moderatoren sei vereinbart worden, heißt es von BR und ORF, "dass auch die Verträge erst nach und abhängig von dieser Entscheidung verlängert werden".

Unter diesen Umständen ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich die Stadlshow mit der Silvesterausgabe noch berappelt.