90er-Jahre-Kultserie DiCaprios Ex ist die neue Pamela im "Baywatch"-Film

Hauptsache, der rote Badeanzug ist wieder mit dabei im neuen "Baywatch"-Film.

(Foto: Instagram/TheRock)

Vergesst "Star Wars", "Baywatch" kommt ins Kino! Und nicht nur die Rolle, die einst Pamela Anderson weltberühmt machte, ist schon besetzt.

Von Johanna Bruckner

Es sind nur drei Namen. Aber diese Möglichkeiten! Dwayne "The Rock" Johnson, Zac Efron und Kelly Rohrbach. Sie alle spielen mit in einem Kinofilm, basierend auf der 90er-Jahre-Serie Baywatch.

Für alle, die an dieser Stelle aufgeregt und ratlos zugleich sind: Die Pläne, die Rettungsschwimmer von Malibu ins Kino zu bringen, gibt es schon länger. Baywatch (ab 1999: Baywatch Hawaii) gilt als eine der erfolgreichsten Serien des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1989 und 2001 gab es elf Staffeln, das Format wurde in mehr als 140 Länder verkauft. Anfang vergangenen Jahres war Dwayne Johnson erstmals als Produzent und Darsteller eines Baywatch-Films im Gespräch. Der Branchendienst Cinema Blend schrieb damals, Johnson habe sich mit seinem Auftreten in Erfolgsreihen wie "G.I. Joe" oder "Fast & Furious" den Spitznamen "Franchise Viagra" erworben. Ob das eine Anspielung auf seine Männlichkeit oder sein Marketinggeschick ist, sei dahingestellt. Die Werbestrategie jedenfalls steht, bevor überhaupt eine Szene gedreht ist.

Über diverse soziale Medien promotet "The Rock", der als Wrestler bekannt wurde, sein neues Projekt - jüngster Coup: die Verpflichtung von Kelly Rohrbach als "C. J. Parker".

For our #BAYWATCH and the iconic role of "CJ Parker" I had to make sure @kellyrohrbach was... tough.

Ein von therock (@therock) gepostetes Video am

Rohrbach ist eigentlich Model und war bisher vor allem als Lebensabschnittsgefährtin von Leonardo DiCaprio in den Schlagzeilen. Aber wer kannte schon Pamela Anderson, bevor sie als C. J. im roten Badeanzug in Zeitlupe den Strand entlang joggte?

Braucht es das in 2016?

Für den Part der Bojen-Trägerin qualifizierte sich Rohrbach in einer Art Assessment Center (siehe oben). Johnson lobt die junge Amerikanerin als "walking smoke stack", frei übersetzt: als heißes Gerät. Bevor Beschwerden aufkommen: Von seinem werbewirksamen Sexismus nimmt sich der Produzent selbst nicht aus. So twitterte er im Sommer anlässlich der Verpflichtung von Zac Efron (noch so ein Franchise-Täter, bekannt aus der "High School Musical"-Reihe):

"R-rated" steht im Übrigen für die Altersfreigabe des Films, dessen Dreharbeiten im Februar beginnen sollen: Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren dürfen den Streifen in den USA nur in Begleitung eines Erwachsenen sehen. Am Plot wird das nicht liegen. Dem Hollywood Reporter zufolge spielt Johnson einen überkorrekten Rettungsschwimmer, der sich mit einem jungen Heißsporn (Efron) zusammen tun muss, um seinen Strand vor den Umweltverschmutzungen eines bösen Öl-Tycoons zu bewahren.

Bleibt nur eine Frage: Passen die 90er-Optik und der Bademeister-Hype noch zu 2016? Andererseits: Der einzige Mensch, der Baywatch jemals ernstgenommen hat, war David Hasselhoff. Für die Zuschauer war die Serie vor allem ein großer Spaß, und halbnackte Körper in rotem Lycra waren im Rückblick selten so unbedenklich wie am fiktiven Malibu Beach. Nicht zuletzt Hauptdarsteller Zac Efron zeigt, dass es höchste Zeit ist für eine Neuauflage. In einem Interview sagte er: "Ich habe vage Erinnerungen an Baywatch. Ich erinnere mich an Pamela Anderson, und dunkel auch an David Hasselhoff."

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