Syrien, Fotos für die Pressefreiheit 2013
Von Irene Helmes

Wie sieht es aus in Somalia, in Syrien, in Iran? Zum Welttag der Pressefreiheit veröffentlichen die "Reporter ohne Grenzen" (ROG) eine Auswahl beeindruckender Fotos aus der internationalen Bilderflut. Diese erscheinen im Band "Fotos für die Pressefreiheit 2013" und "kommen aus Ländern, aus denen Journalisten nur unter Lebensgefahr berichten können. Oder sie zeigen Menschen und Ideen, von denen die Herrschenden nur ungern sprechen", so die Erklärung. 

Syrien

Klaffende Löcher in Wänden. Waffen, die auf buntgemusterten Bettdecken liegen. Polstermöbel, deren Bezüge unter Staub und Schutt kaum mehr erkennbar sind. Der Serbe Goran Tomasevic fügt der Berichterstattung zum Konflikt in Syrien eine besondere Perspektive hinzu - seine Fotos zeigen vor allem Wohnungen. "Ein Sinnbild für das verstörende Nebeneinander von Krieg und Alltag, aber auch dafür, dass der Widerstand gegen das Regime aus der Mitte der Gesellschaft kommt", heißt es im Buch. 

Laut Jahresbilanz der "Reporter ohne Grenzen" ist Syrien für Journalisten derzeit einer der gefährlichsten Orte der Welt. Tomasevic fotografiert seit 1991 bewaffnete Konflikte, etwa im Irak, Israel und Ägypten. Im Blog für seine Agentur Reuters hält er Erlebnisse und Eindrücke fest, die er vor Ort gewinnt. 

Im Bild: Kämpfer der Freien Syrischen Armee in einem Wohnzimmer in Aleppo.

Bild: Goran Tomasevic / Reuters

3. Mai 2013, 11:09 2013-05-03 11:09:18  © Süddeutsche.de/ihe/pak/rus

zur Startseite