Axel-Springer-Verlag Mehr Frauen in Führungspositionen

Im Verlag von Friede Springer soll die Frauenquote in Führungspositionenen erhöht werden - von 16 auf über 30 Prozent.

Von Thomas Forster

Axel Springer möchte die Zahl seiner Frauen in Führungspositionen deutlich steigern: von heute 16 auf über 30 Prozent. Nach W&V-Informationen soll dieses Ziel, das bei einem Management-Meeting erläutert wurde, in fünf bis acht Jahren umgesetzt sein.

Für ein - trotz Verlegerin Friede Springer - von Männern dominiertes Haus eine kleine Kulturrevolution. CEO Mathias Döpfner setzt dabei auf ein Bündel von Maßnahmen, besonders im Talentmanagement.

So müssen bei Nachfolgeregelungen künftig sowohl ein Kandidat als auch eine Kandidatin, die über Potenzial verfügen, vorgeschlagen werden. Schon heute liegt der Frauenanteil bei Azubis, Hochschulabsolventen und Abgängern der hauseigenen Journalistenschule bei rund 50 Prozent.

Neben einer moderneren Unternehmenskultur und dem Wunsch, Kreativität zu fördern, habe das Förderprogramm auch damit zu tun, dass Kaufentscheidungen zunehmend von Frauen getroffen wrden - was den Werbe- und Lesermarkt gleichermaßen betrifft. Flankierend forciert Springer flexible Arbeitszeiten, Elternzeitregelungen und Notfallgruppen für die Kinderbetreuung.