Außergerichtliche Einigung dapd verzichtet auf AP-Lizenz

Der juristische Streit zwischen der insolventen Nachrichtenagentur dapd und Associated Press ist beigelegt. Von Januar 2013 an verzichtet dapd auf Text und Bilder der US-amerikanischen Agentur AP.

Die insolvente Nachrichtenagentur dapd verzichtet ab Januar kommenden Jahres auf ihre AP-Lizenz. Beide Parteien hätten sich außergerichtlich geeinigt, teilte die dapd am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Die Versorgung mit Auslandsnachrichten werde ein künftiger neuer Investor in Abstimmung mit den Kunden der dapd-Gruppe entscheiden, hieß es in der Mitteilung weiter. Die konstruktiven Gespräche mit möglichen Geldgebern liefen unverändert weiter.

Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen dapd und AP war, dass die deutsche Agentur im Oktober dieses Jahres einen Insolvenzantrag gestellt hatte. AP kündigte daraufhin ihre Lizenz für die Belieferung mit Text und Fotos einseitig. Das US-Unternehmen begründete den Schritt zum einen mit dem Insolvenzantrag, zum anderen mit einer verspätete Zahlung von Lizenzgebühren an AP, wie Meedia berichtet.

Gegen die Aufkündigung ging die dapd jedoch jursitisch vor und bewirkte eine Einstweilige Verfügung. Die AP-Lizenz sei für dapd unverzichtbar, hieß es in der Begründung laut Meedia. Dapd hielt sich demnach ohne das Material der AP nicht für überlebensfähig. Die insolvente dapd stützt sich bei der Berichterstattung aus dem Ausland bisher vor allem auf die Nachrichten aus dem weltweiten Netz der US-Agentur.

Mit der außergerichtlichen Einigung ist nun auch die Verfügung aufgehoben. Eine Verhandlung vor einem New Yorker Gericht, die für den 18. Dezember angesetzt war, wurde abgesagt.