Monica Lierhaus erhält als "Botschafterin" der Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" Geld. Ist das Honorar von 450.000 Euro, das im Raum steht, einfach nur branchenüblich oder tatsächlich zu hoch?
Das Jahr 2011 ist noch jung, aber seinen gesellschaftlichen Höhepunkt dürfte es dennoch schon vor knapp zwei Wochen überschritten haben. Die Rückkehr der TV-Moderatorin Monica Lierhaus, 40, auf die große Bühne faszinierte und erschreckte das Publikum gleichermaßen. "Ich bin wieder da", sagte Lierhaus stolz bei der Verleihung der Goldenen Kamera, halbwegs genesen von einer Hirnblutung und monatelangem Koma.
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Monica Lierhaus wird Nachfolgerin von Frank Elstner bei der ARD-Fernsehlotterie (hier ein Archivbild aus dem Jahr 2003). (© dpa)
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Fast zwei Jahre lang war sie professionell von der Öffentlichkeit abgeschottet worden. Über ihre Rückkehr mochten sich die meisten Menschen im Land, die Lierhaus als charmante Sportschau-Moderatorin in bester Erinnerung hatten, noch freuen. Dass sie aber, kaum abgeschminkt, auch schon wieder dick im Geschäft war, irritiert jedoch offenbar eine Menge Leute - ihr Vertrag als "Botschafterin" der ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" spaltet das Publikum.
"Uns haben kritische und positive Reaktionen erreicht", sagt Christian Kipper, Geschäftsführer der ARD-Fernsehlotterie, eher vorsichtig. Kipper hat den Vertrag mit Monica Lierhaus, die bis vor ihrer schweren Erkrankung 2009 eines der beliebtesten Fernsehgesichter war, abgeschlossen. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für den Stern drückten 63 Prozent der Befragten ihre Zustimmung für Lierhaus' neuen Job im Dienste der guten Sache aus.
Allerdings bestätigte das Institut auf Nachfrage: Von einer Honorierung dieser Botschafter-Tätigkeit war bei der Fragestellung keine Rede. Seitdem nämlich die vom Magazin Spiegel kolportierte Jahresgage von 450.000 Euro im Raum steht, kippt das nachlesbare Meinungsbild deutlich. In den Diskussionsforen aller großen Online-Medien kritisieren Teilnehmer die Höhe des Honorars - Verständnis ist die Ausnahme.
Selten wird Monica Lierhaus dafür persönlich haftbar gemacht, fast immer aber fühlen sich die Forums-Teilnehmer irgendwie verschaukelt: vom Fernsehen, das ihre Gebühren zum Fenster rauswerfe, oder von der Soziallotterie, die statt dem guten Zweck wohl eher dem Konto einer Prominenten diene. Auch die Lotterie selbst erkennt die Erklärungsnot. Am Hamburger Sitz der gemeinnützigen GmbH beantwortet man die kritischen Anfragen der Mitspieler umgehend. "Wir erklären die Beweggründe und die Umstände der Zusammenarbeit und treffen in der Regel auf Verständnis und Zustimmung", sagt Geschäftsführer Kipper. Und immer fügt er an: GEZ-Gebühren würden nicht verwendet.
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Führerinnen. Schließlich haben wir es doch bei diesen Personen mit den total alternativlosen und total systemisch unverzichtbaren Leistungträgern zu tun, die für das Wohlergehen von uns allen sorgen.
Wer sonst soll dem im Sklaven- und Leiharbeitskräftesystem mit Aufstockerkleinstverdiensten denn sonst die Krümel und Brosamen zuwerfen, damit die Leute wenigsten einmal in den Schlaf finden können.
Staatsmonopolistischer Kannibalkapitalismus und - bei Lichte besehen - Gesellschaftszustände, die heute in der Praxis jene Verhältnisse hergestellt haben, die von den Terroristen der Roten Armee Fraktion einst als Schweinestaat prophezeit wurden.
Schlimm. Das dürfte sich nach Karl-Theodor zu und von Guttenberg zum nächsten Sargnagel dieser 2. Republik der Deutschen entwickeln. Die Furcht kriecht mir in den Nacken, dass wir bald wohl auch Menschen brennen sehen werden und nicht mehr nur Autos.
Sehr schlimm.
Ein Honorar ja, aber kein 10, das sind die 450'000€ ja!!
Nachdem ich von der Unverhältnismäßigkeit des hohen Gehaltes der Monica Lierhaus las, habe ich heute mein ARD-Fernsehlotterielos gekündigt. Ich sehe absolut nicht ein, daß womöglich noch ihr hohes Gehalt über diese Spenden finanziert wird.
Bei allem Verständnis für die gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Frau Lierhaus: Es gibt Leute, die nicht prominent sind, die ebenfalls ein großes gesundheitliches Handicap erleiden, womöglich noch ein schlimmeres als Frau Lierhaus, diese den Bonus aber nicht haben, so ein Riesengehalt im Jahr zu bekommen. Man darf auch nicht vergessen, daß Monica Lierhaus schon vor ihrer Erkrankung in ihrer Funktion als Sportmoderatorin ein Riesengehalt erhielt. Außerdem verdient ihr Lebensgefährte und Ehemann in spe sicherlich auch nicht gerade wenig in seinem Beruf..
Nichts desto trotz: Ich wünsche Frau Lierhaus weiterhin gesundheitliche Besserung!
Ich finde es klasse, dass man Frau Lierhaus ermöglichte wieder in die Öffentlichkeit zu kommen, denn das ist förderlich für ihren Gesundungsprozeß...!!
An dieser Stelle kann ich ihr nur meine allergrößte Wertschätzung aussprechen, dass sie sich der Öffentlichkeit so, wie es im Augenblick ist, stellt.
Wenn sich alle Einschrenkungen zurückgebildet haben in 5-8 Jahren, sie wieder voll einsatzfähig ist, kräht kein Hahn mehr danach, dass sie als momentan behinderte Person für Behinderte wirbt. Mein Gott, warum soll sie kein Honorar bekommen?? Zieht man alle Kosten von dem Betrag ab, dürfte unter dem Strich so viel auch nicht übrigbleiben, denn wer auf Honorarbasis arbeitet oder als freier Mitarbeiter, der muß schon nen Euro verdienen, um "gut" dazustehen....
Für mich ist es wirklich ein Unterschied ob F. Elsner, Gottschalk oder KErner so viel Geld erhalten oder Frau Lierhaus, von der ich nach dieser tragischen Geschichte vermute, da ist viel Geld in der Behandlung hängen geblieben. Immerhin benötigt sie 24h Betreuung, so, wie es eben ausschaut. Wer von Behinderung und was da so dranhängt null Plan hat, sollte erst mal nachdenken, bevor er sich aufregt, finde ich.
Wer möchte mit ML tauschen?? Um kein Geld in der WElt, obwohl ich in den letzten 12 Jahren auch sehr krank war, blieb mir stets meine Eigenständigkeit.
Also, gönnen wir der ML ihr Honorar, egal wie hoch es ist und die Chance auf volle Gesundung. FR
Ich behaupte mal, dass der Marktwert von Frau Lierhaus ohne Hirnblutung deutlich niedriger läge.
Und damit begeben wir uns direkt ins Mittelalter und zelebrieren die Zurschaustellung von Menschen mit Behinderungen. Das ist doch alles sehr peinlich.
Paging