Zweiter Todestag von Michael Jackson Der Thriller geht weiter

Am 25. Juni 2009 erklärten Ärzte Michael Jackson für tot. Doch das Drama um den Tod des Popstars ist noch nicht vorbei. Und die Geldmaschinerie läuft weiter.

Vor zwei Jahren hielt die Welt den Atem an: Es war der 25. Juni 2009, in Deutschland kurz vor Mitternacht, als Ärzte Michael Jackson für tot erklärten.

Doch auch zwei Jahre nach dem Tod des "King of Pop" ist mit dem Weltstar noch Kasse zu machen. An diesem Wochenende, genau zwei Jahre nach seinem Tod, kommt Michael Jacksons knallrote "Thriller"-Jacke in Beverly Hills unter den Hammer. Die Lederjacke, die der Sänger in seinem berühmten "Thriller"-Video trug, ist nach Schätzungen des Auktionshauses Julien's Auctions 200.000 bis 400.000 Dollar wert.

Auch eine Helikopter-Firma nahe Santa Barbara profitiert von dem Todestag. Channel Islands Helicopters bietet Rundflüge über Jacksons frühere Neverland-Ranch an. "Wir haben schon über 100 Anmeldungen von Fans aus acht Ländern und von drei Kontinenten", erzählt Marketing-Chef Sean Casey. Der halbstündige Flug koste 175 Dollar (120 Euro). 15 Minuten würden sie über dem verlassenen Anwesen kreisen, danach könnten die Fluggäste über einer Bergspitze Blumen und Briefe zum Gedenken an den Star abwerfen.

Wie vor einem Jahr werden Fans am Eingang des Forest Lawn Friedhofs in Glendale nahe Los Angeles erwartet. Das prunkvolle Mausoleum selbst, in dem Jackson zehn Wochen nach seinem Tod bestattet wurde, ist nur für Verwandte und Bekannte zugänglich. Dort fand Ende März auch Jacksons enge Vertraute, Hollywood-Legende Elizabeth Taylor, ihre letzte Ruhestätte. Auch in Gary, einem Vorort von Chicago, dürften Jackson-Fans vor dem Haus, in dem der Sänger aufwuchs, um ihr Idol trauern.

Auch die Geschwister profitieren

Pünktlich zum zweiten Todestag bringen sich die Geschwister wieder ins Gespräch. Jermaine Jackson sagte in dieser Woche dem US-Sender CNN, dass die Brüder wieder als The Jackson Five auf Tour gehen wollten. "Michael würde sich wünschen, dass wir weitermachen", spekulierte der ältere Bruder.

Schwester LaToya brachte bereits früher geäußerte Spekulationen um den Tod des Stars ins Spiel. Michael habe um sein Leben gefürchtet, sagte LaToya in mehreren US-Talkshows. Sie glaube fest, er sei ermordet worden. Sie beließ es allerdings bei vagen Vermutungen und verwies auf ihre gerade veröffentlichte Autobiografie.

Der letzte Akt im Justiz-Thriller um Jackson steht noch bevor. Sein früherer Leibarzt, der Herzspezialist Dr. Conrad Murray, geriet sofort nach dem Tod ins Visier der Polizei. Der 58-Jährige ist nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Nach mehreren Verzögerungen soll der Prozess nun im September beginnen. Jackson starb an einer "akuten Vergiftung" mit dem Narkosemittel Propofol, dessen Wirkung durch Beruhigungsmittel noch verstärkt wurde. Murrays Anwälte legten in der Vergangenheit nahe, dass der erschöpfte und schlaflose Sänger ohne Wissen des Arztes selbst zu den Mitteln griff und so ums Leben kam.

Einen Vorgeschmack auf das zu erwartende Gerichtsdrama lieferte eine Anhörung im Januar. Jacksons Leibwächter sagte aus, Murray habe, als der Sänger schon ins Koma gefallen war, Ampullen beiseitegeschafft und dann erst den Notarzt gerufen. Er habe große Mengen des starken Narkosemittels bestellt, das gewöhnlich zur Betäubung bei Operationen eingesetzt wird, bestätigte ein Apotheker.

Die Verwandlung

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