Die Zähne der deutschen Kinder sind so gesund wie nie zuvor - doch das gilt nicht für die Milchzähne. Nun streiten Ärzte, wie man den Kleinen Fluorid geben soll.
Eigentlich könnten sich die 400 Kinderzahnärztinnen und -ärzte freuen, die sich an diesem Freitag zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK) in Hannover treffen.
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Die Zähne der deutschen Kinder sind so gesund wie nie zuvor.
Der jüngsten Erhebung aus dem Jahr 2004 zufolge ist bei Zwölfjährigen im Durchschnitt genau ein Zahn kariös, gefüllt oder schon gezogen. Zehn Jahre zuvor waren es noch 2,4. Die jüngsten Patienten allerdings trüben die Freude:
Milchzähne sind deutlich häufiger befallen als die bleibenden Zähne - und daran hat sich in den letzten Jahren auch nicht viel verbessert. 1994 fand man bei den sechs- und Siebenjährigen durchschnittlich 2,9 Zahnruinen, zuletzt waren es immer noch 2,2.
Noch etwas macht die deutsche Zahnmedizinerschaft unzufrieden. Seit längerem zanken die Dachverbände der Kinderärzte und der Kinderzahnärzte darüber, in welcher Form man Kleinkindern Fluorid geben solle, die unbestritten stärkste Waffe gegen Karies.
Die DGK empfiehlt, mit fluoridhaltiger Zahncreme zu putzen, sobald sich der erste Zahn zeigt. So steht es auch in Faltblättern, die in vielen Zahnarztpraxen ausliegen.
Die Deutsche Akademie für Kinder und Jugendmedizin (DAKJ) nennt diesen Rat allerdings "wissenschaftlich nicht begründet und möglicherweise schädlich".
Karl Bergmann, Präventionsreferent der DAKJ, sagt: "Bis etwa zum dritten Lebensjahr schlucken Kinder mehr Zahnpasta als sie wieder ausspucken". Da solle man besser ohne Zahncreme putzen und stattdessen Fluoridtabletten geben, die seien zum Schlucken da.
Deren Wirksamkeit sei jedoch nicht erwiesen, erwidert Lutz Stößer, Direktor der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde in Jena. "In den letzten zehn Jahren gibt es dazu keine Untersuchung, die heutigen methodischen Ansprüchen standhält."
Nicht den Löffel ablecken
Die Studien aus den sechziger und siebziger Jahren, auf die der DAKJ seine Empfehlung stützt, hält Präventionsmediziner Bergmann aber für immer noch tragfähig. "So eine Studie können Sie heute ja auch nicht mehr machen", sagt er. "Wenn man einer Kontrollgruppe Placebos statt Fluorid gibt, lässt man sie sicher Karies bekommen."
Strittig bleibt, ob Fluoride nur bei direktem Kontakt im Mund wirken oder ob es auch sinnvoll ist, Kindern schon von der ersten Lebenswoche an Fluoridpräparate zum Einnehmen zu geben.
Über alle anderen Empfehlungen sind sich die Dachverbände immerhin einig. Da Karies von Bakterien verursacht wird, ist sie ansteckend. Darum sollten Eltern, die selbst kariöse Zähne haben, nicht Schnuller oder Löffel ablutschen und dem Kind dann wieder in den Mund stecken.
Als besonders schädlich gilt stundenlanges Nuckeln an der Flasche zur Beruhigung oder zum Einschlafen. Die dabei entstehenden Zahnschäden müssen bisweilen sogar unter Vollnarkose operiert werden.
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(SZ vom 28.9.2007)
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Hallo! Das Dokument ist wirklich nicht gut. Panikmache war nicht gewollt, sollte nur ein Denkanstoß sein. Dennoch basiert die Grundintension auf ein paar Fakten, für die ich leider noch keine bessere Quelle habe. Falls jemand überzeugendere Darstellung für die Auseinandersetzung mit diesem strittigen Thema hat (am Besten beide Seiten!), würde mich das brennend interessieren!
Wie gesagt: die Wahrheit kenn ich sicher auch nicht.
@ A.Engling
Mein vorangegangener Beitrag weist mich weder als Fluorid-Gegner noch als Fluorid-Befürworter aus, denn er bezieht sich lediglich auf den von Egg123 verwiesenen Text. Über diesen kann man zu Recht behaupten, dass er Panik verbreitet, in dem er von Fluor anstatt von Fluorid spricht und außerdem die aggressiven Eigenschaften von elementarem Fluor erwähnt, die in einem wissenschaftlichen Artikel über Kariesprophylaxe nichts zu suchen haben.
In einem Artikel über Trinkwasser würde ja auch niemand schreiben, dass Wasserstoff ein bei Zündung mit Sauerstoff heftig reagierendes Gas ist. Wenn man sich die Seite einmal genauer anschaut, auf die dieser Fluor-Text steht, wird klar, worauf die Verfasser hinauswollen. Dort werden Korkmatten angeboten, die so genannte Erdstrahlen eliminieren und so für einen besseren Schlaf sorgen sollen. Ansonsten werden noch Energiestäbe, die Informationen aus der Natur gespeichert haben, und viele andere obskure Dinge angeboten. Soviel zu so genannten pseudowissenschaftlichen Quellen
Des Weiteren bin ich mir nicht sicher, ob Calciumfluorid eine bessere Wirkung hätte als Natriumfluorid. Denn die natürlich vorkommende Verbindung ist Fluorapatit, das entsteht, wenn bei Hydroxylapatit Ca5(PO4)3(OH) (dem Hauptbestandteil des Zahnschmelz) das Hydroxid-Anion durch ein Fluorid-Anion ersetzt wird. Wie das Fluorid-Ion nun an die Zähne gelangt und in welcher Form (in Wasser liegen sowohl CaF2 als auch NaF gelöst vor, d.h. als Ionen) und ob die Fluoridgabe zur Kariesprophylaxe geeignet ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es sollte hier nicht auf unseriöse Quellen verwiesen werden. Ansonsten geben manche Eltern ihren Säuglingen die empfohlenen D-Fluoretten und somit kein Fluorid mehr, dadurch wird aber auch die Zufuhr von Vitamin D gestoppt.
Wie im Artikel bereits genannt,ist die Wirksamkeit von Natriumfluorid als Kariesprophylaxe bis heute durch nichts bewiesen u. es gibt keine einzige Studie,die den Kariesrückgang methodisch korrekt dem Fluorideinsatz zuordnen könnte. Annahmen, Indizien,fehlende unabhängige Studien etc. prägen die pseudowissenschaftliche Diskussion innerhalb der sog. Wissenschaft. Deshalb hat man in Basel nach über 40J die Trinkwasserfluoridierung eingestellt. Es gibt seit langem Hinweise und Untersuchungen, die die Schädlichkeit beschreiben u. u.a. fehlenden Langzeitstudien anmahnen. Angesichts dieser mageren Fakten wäre etwas Enthaltsamkeit der Fluoridfreunde angesagt, bevor sie von unseriösen Quellen reden, ohne auf die negativen Fakten einzugehen. In der Zwischenzeit trichtern Eltern in gutem Glauben ihren zahnlosen Säuglingen nutzlose Flouridtabletten ein,ohne sich unabhängig zu informieren und die Folgen abschätzen zu können. Wir brauchen das in der Natur vorkommende Calciumfluorid u. nicht das Natriumfluorid. Karies ist rein
ernährungsbedingt und kann mit einer gesunden zuckerfreien Ernährung verhindert werden, die dann auch genügend Calciumfluorid liefert. Ist natürlich bequemer, Tabletten einzuwerfen. Mein Zahnarzt wusste nicht,wie lange Fluoridpasta oder Tabletten besser schützen als ohne F., wenn nach dem Putzen süsse Schulbrote, Schokoriegel,Eis... vertilgt werden, die dann bis abends wirken. ''Wir haben halt nichts Besseres'', was sein Kommentar. Doch, gesundes Essen u. fluoridfreie Zahnpasta schützen besser. Natriumfluorid hat im Kindermund nichts zu suchen.
@Egg123
Wo haben sie denn diese pseudowissentschaftliche Quelle aufgetrieben? Mit Sätzen wie
Zitat: "Fluor zählt zu den Halogenen und ist ein äußerst aggressives Gas."
werden nur unnötig ängste geschürt, da es sich bei den Tabletten bzw Zahnpasta/Trinkwasserzusätzen keinesfalls um elementares Fluor handelt, sondern um das Anion Fluorid, welches in den Tabletten zB als Natriumfluorid enthalten ist. Da es sich bei elemtarem Fluor um ein sehr starkes Oxidationsmittel handelt, kann es kaum ausserhalb eines Labors aus Fluorid entstehen.
Eine absolute Frechheit der Autorin Kirsten Hill vom Homöopathie-Forum. Weiterhin wird auf die durch erhöhte Fluorid-Zufuhr entstehenden Fluorosen hingewiesen. Der Gehalt von gängigen Fluorid-Tabletten (D-Fluoretten: 0.25mg Fluorid) ist jedoch viel zu niedrig, um zu einer Vergiftung führen zu können.
Zitat: "Darüber hinaus sind Fälle bekannt, bei denen Kinder an einer
überdosis Fluortabletten oder nach Herunterschlucken der Fluorlacke bei der
zahnärztlichen Behandlung gestorben sind."
Auch Fluoridtabletten sind Arzneimittel und sollten wie alle anderen auch für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Es gibt nicht nur Befürworter von Fluor. Einen kleinen Denkanstoß findet ihr z.B. hier:
http://www.medicus-reha.de/wissenswertes/inhaltsstoffe/Fluor.pdf
Hat mich ganz schön nachdenklich gemacht...
(Was nun wirklich stimmt, weiss ich auch nicht!)
Paging