Von außen sieht das, was Kunstflieger machen, abenteuerlich aus. Von innen fühlt es sich noch mehr so an, durfte SZ-Autor Andreas Späth am eigenen Leib erfahren.
Von außen sieht das, was Kunstflieger machen, abenteuerlich aus. Von innen fühlt es sich noch mehr so an, durfte SZ-Autor Andreas Späth am eigenen Leib erfahren. Er stieg in eine einmotorige Extra 300L mit mehr als 350 PS und drehte als Copilot eine Runde durch den Parcours des Abu Dhabi Air Races.
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Wo ist oben? (© Foto: oh)
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"Wenn ich dreimal "Aussteigen" rufe und das Kabinendach abwerfe, musst Du zuerst Deine Gurte lösen und auf den Sitz klettern. Dann springst Du nach links raus und ziehst hier kräftig nach rechts, damit sich Dein Fallschirm öffnet!` So hören sich Anweisungen an, wenn man in eine Kunstflug-Maschine einsteigt.
Der rundliche Spanier im weißen Pilotenoverall, Sergio, will mir zeigen, wie es ist, beim Air Race Abu Dhabi mitzufliegen. Mit bis zu 370 Stundenkilometern rasen die Maschinen im Slalom um 20 Meter hohe, im Wasser aufgestellte aufblasbare Pylone. Die Belastungen sind extrem, bis zur zwölffache Erdanziehung, also 12 g, werden hier erreicht. Das schaffen sonst nur Kampfpiloten.
Zu Hause fahre ich meistens Fahrrad und habe nicht mal ein Auto. Und jetzt Kunstflug. Spätestens nach der Fallschirm-Ansage hätte ich eigentlich die Sache abblasen müssen bei gesundem Menschenverstand, aber ich weiß wie sicher Fliegen ist.
Auf dem vorderen Sitz bin ich so fest angeschnallt, dass mir fast das Blut in den Beinen abgedrückt wird. "Are you okay?", ruft Sergio in meinem Helm. Ich recke tapfer den Daumen. Auf geht's, wir heben ab. "Schau auf den Horizont!", höre ich Sergio kurz darauf. Er zieht den Flieger steil in den Himmel, der Horizont verschwindet, ich sehe nur noch blau. "Jetzt schau nach unten!".
Ich lege den Kopf in den Nacken, unter mir der Hafen von Abu Dhabi, wir fliegen eine halbe Minute auf dem Kopf. Fühlt sich cool an. "Jetzt die Pylone!", schreit der Pilot. Schon geht er im Sturzflug runter, rast zwischen den beiden blau-weißen Pfeilern hindurch, die kaum zehn Meter Zwischenraum lassen. Beim Durchfliegen reißt er den Flieger in den Messerflug. Wow!
"Jetzt machen wir ein paar Rollen, schau auf die rechte Tragfläche!" Das Kreisen um die eigene Achse geht so schnell, dass ich es kaum merke. Dafür spüre ich langsam meinen Magen. Es folgt eine enge Kurve, die Fliehkräfte ziehen meine Wangen nach unten, 6g waren es, erfahre ich später.
Ich blicke bang auf die Spucktüte vor mir. Bitte, bitte das jetzt nicht. Noch ein Looping und wir landen. Mein Magen hat es knapp ausgehalten - und den Fallschirm brauchten wir auch nicht."
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(SZ vom 04.05.2009/bilu)
Partyzone Flußufer
Hat vor Jahren schon der Raab gemacht, mit Videobeweis und wesentlich länger: http://www.youtube.com/watch?v=8Ow0R94bZ18
Hat vor Jahren schon der Raab gemacht, mit Videobeweis und wesentlich länger: http://www.youtube.com/watch?v=8Ow0R94bZ18