Ob verpestete Luft oder ungenießbares Trinkwasser: 13 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen schädlicher Umwelteinflüsse. Am härtesten trifft es die Kinder.

Eine gesündere Umwelt könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 13 Millionen Menschen im Jahr das Leben retten.

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Das geht aus einer Statistik über den Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit aus, die von der UN-Organisation am Mittwoch in Wien und Genf veröffentlicht wurde. Dabei wurden die Umweltrisiken für einzelne Länder aufgelistet.

Die schlimmsten Umweltfolgen für den Menschen gibt es demnach unter anderem in Angola, Burkina Faso und Mali sowie in Afghanistan. Vor allem in den armen Ländern Ländern leiden die Menschen besonders stark unter Umwelteinflüssen, wie die WHO betont.

Von den 102 aufgeführten Krankheitskategorien hängen 85 mit dem Zustand der Umwelt zusammen. Zu schädlichen Umwelteinflüssen zählt die WHO verschmutztes Wasser, verpestete Luft, negative Eingriffe in das Ökosystem, ungesunde Arbeitsbedingungen, UV-Strahlung, Lärm und die Folgen des Klimawandels.

Kinder unter fünf Jahren leiden am stärksten

So seien in 23 Ländern zehn Prozent aller Todesfälle auf nur zwei Umweltrisiken zurückzuführen: unsauberes Wasser einschließlich mangelnder Sanitärhygiene sowie verschmutzte Luft durch Herdfeuer im Haus.

Am stärksten litten weltweit Kinder unter fünf Jahren, auf sie entfielen beispielsweise knapp drei Viertel aller Todesfälle wegen Durchfall- und Atmewegerkrankungen. Allein eine Verbesserung der Atemluft könnte etwa 865 000 Menschenleben jährlich retten, hat die WHO errechnet.

In Deutschland sterben dem Report zufolge jedes Jahr 132.000 Menschen an vermeidbaren Umweltgefahren, zu denen auch Verkehrsunfälle zählen. 14 Prozent aller Krankheiten sind auf die Folgen von Umweltrisiken zurückzuführen. Zum Vergleich: In Angola sind es 37 Prozent.

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(sueddeutsche.de/dpa)