Von Fabian Seyfried

Es sterben nur noch halb so viele Menschen an einem Herzinfarkt wie noch vor sieben Jahren. Grund dafür sind bessere Medikamente und Behandlungen.

Herz-Kreislauferkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Doch zumindest bei der medizinischen Betreuung nach einem Herzinfarkt gab es in den letzten Jahren große Fortschritte: Die Zahl der Todesfälle durch einen Infarkt fiel zwischen 1999 und 2006 um die Hälfte, ergab eine große internationale Studie (Journal of the American Medical Association 2007, Bd.297, S.1892).

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Wissenschaftler verfolgten die Behandlung von rund 44.000 Patienten, die mit einem Herzinfarkt oder infarktähnlichen Symptomen in eine von 113 Kliniken in 14 Ländern eingeliefert wurden - unter anderem nahmen Krankenhäuser aus den USA, Frankreich und Deutschland teil.

Starben im Jahr 1999 noch mehr als acht Prozent der Personen mit schwerem Herzinfarkt, sank deren Sterblichkeit bis Ende 2005 auf 4,5 Prozent. Und auch in der Zeit nach dem Infarkt profitierten die Patienten von einer besseren medizinischen Versorgung: Die Wahrscheinlichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt eine Herzschwäche zu entwickeln, traf nur noch jeden Zehnten statt wie zuvor jeden Fünften.

Die Autoren der Studie führen den beachtlichen Erfolg auf verbesserte Medikamente und den breiteren Einsatz von neuen Operationsmethoden zurück. In den letzten Jahren gab es viele Fortschritte in der medizinischen Behandlung von Herzinfarkten, sagte der Leiter der Untersuchung, Keith Fox von der University of Edinburgh. Zum Beispiel hätten sich die Kliniken bemüht, die Zeit vom Eintreffen des Patienten bis zur Öffnung der verstopften Arterie mit einem Ballon-Katheter deutlich zu verkürzen, schreiben die Experten.

Zwischen den untersuchten Ländern gab es der Studie zufolge große Unterschiede - und das, obwohl fast ausschließlich Nationen mit hoch entwickeltem Gesundheitssystem teilnahmen. Patienten würden in europäischen und kanadischen Kliniken beispielsweise deutlich zügiger behandelt als in den USA, beklagte Kim Eagle, Professor an der University of Michigan. Insgesamt seien die Verbesserungen aber in allen Ländern sehr ermutigend.

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(Quelle: www.medical-tribune.de)