Jugendliche trinken immer mehr Alkohol. Deshalb fordert der Deutsche Kinderschutzbund Warnhinweise für Spirituosen. Nicht jeder ist begeistert.
Was bringen Warnhinweise auf Alkohol?
Deutsche Jugendliche greifen erschreckend häufig und selbstverständlich zur Flasche. (© Foto: ddp)
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Jan Lieven, Geschäftsführer NRW-Landesstelle Kinder- und Jugendschutz:
"Spontan würde ich sagen, die Hinweise bringen überhaupt nichts. Man muss sehen, dass der allgemeine Konsum von Zigaretten und Alkohol bei Jugendlichen in den vergangenen 30 Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist.
Aber die, die übrig sind, trinken umso mehr. Und diese Trinker lassen sich von einem Warnhinweis auf der Wodka-Flasche nicht abhalten.
Unser Vorschlag wäre, ähnlich wie in den Niederlanden Spirituosen aus den Supermärkten in spezielle Erwachsenenläden zu verbannen."
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(SZ vom 08.05.2008)
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Man sollte lieber Warnhinweise auf die Stirn der Politiker drucken, ich hätte da auch schon einen Vorschlag:
"Vorsicht, Politiker bekämpfen nur Symptome, aber keine Ursachen"
Bringt bei Zigaretten ja auch nichts. Kümmert euch lieber verstärkt um Aufklärung. Wer seine dritte Flasche intus hat, liest die Warnhinweise ja sowieso nicht mehr.