Die Nichte des meistgesuchten Terroristen will auch berühmt sein. Sie zierte bereits ein Männermagazin, nun macht Wafah Dufour Pop.
Die Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen, das geht es Terroristen auch nicht besser als allen anderen. Osama bin Laden etwa, Chef des Terrornetzwerks al-Qaida und einer der meistgesuchten Männer der Welt, zählt zu seinen mehr als 300 Nichten und Neffen auch die 28 Jahre alte Wafah Dufour, und man darf davon ausgehen, dass sie nicht seine Lieblingsnichte ist.
Mit ihren Fotos für das Männermagazin GQ wird sich Wafah Dufour endgültig aus dem Kreis der Lieblingsnichten Osama bin Ladens katapultiert haben. (© Foto: dpa)
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Vor drei Jahren zum Beispiel posierte Wafah für Fotos, die dann im Männermagazin GQ erschienen. Zu sehen gab es Wafah, die sich auf glänzender Bettwäsche räkelt und dabei ein sehr kleines Kleidchen mit Federn dran trägt. Oder Wafah, die ein Schaumbad nimmt. Ohne Kleidchen. Die Bilder waren ein großer Erfolg, seither ist Osamas Nichte als Model gut gebucht.
Jetzt will Wafah etwas Anspruchsvolleres machen, wie sie sagt, aber auch das wird ihren Onkel wohl nicht so richtig glücklich machen. Wafah will Sängerin werden. Für die Aufnahmen zu ihrem ersten Album hat sie sich ausgerechnet die Jungs von den Black Lips als Unterstützung geholt.
Die sind sogenannte Flower Punker und in ihrem Fall bedeutet das, auf der Bühne auch mal die Unterwäsche auszuziehen, wie neulich bei einem Konzert in Indien. Die Reaktionen darauf waren nicht ganz so positiv wie die auf Wafah im GQ, die Black Lips mussten dann sehr schnell wieder ausreisen.
Wafah Dufour wurde als Tochter von Osama bin Ladens Halbbruder Yussef und seiner Schweizer Ehefrau in den USA geboren, wenig später übersiedelte die Familie nach Saudi-Arabien. Als ihre Mutter den Vater verließ, war Wafah zehn Jahre alt; fortan lebte sie in der Schweiz, später studierte sie Jura in New York.
Ihren Onkel will sie nur ein einziges Mal getroffen haben, als Kind. Sie könne sich kaum daran erinnern, sagte sie einmal in einem Interview. Nach den Terroranschlägen vom 11. September legte sie den Nachnamen bin Laden ab, seither trägt sie den Mädchennamen ihrer Mutter. Ungefähr genauso lange versucht Wafah Dufour richtig berühmt zu werden.
Kurz nach den GQ-Fotos wäre ihr das fast gelungen, der Vertrag für ihre eigene Reality-Show im US-Fernsehen war schon unterschrieben. Aber dann hagelte es Proteste, man solle der Familie eines Terroristen nicht zu so viel Popularität verhelfen, hieß es. Deshalb wurde die Sendung noch vor der ersten Ausstrahlung wieder abgesetzt.
Wafah Dufour scheint ihrem Onkel diesen Ärger verziehen zu haben. Auf ihrem ersten Album will sie ihm einen Song widmen, ein Whitney Houston-Cover. Der genaue Titel ist leider noch nicht bekannt. Ob "Nobody loves me like you do" sich eignen würde?
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(SZ vom 17.02.2009)
das baby sieht genauso aus wie meine grossmutter...
ber hier werden vermutlich falsche Aussagen eingebaut!
"Die Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen, das geht es Terroristen auch nicht besser als allen anderen."
Richtig.
"Osama bin Laden etwa, Chef des Terrornetzwerks al-Qaida und einer der meistgesuchten Männer der Welt,"
Vermutlich falsch- wie Frau Bhutto kurz vor ihrem Tode sagte: youtube.com/watch?v=UnychOXj9Tg
" zählt zu seinen mehr als 300 Nichten und Neffen auch die 28 Jahre alte Wafah Dufour, und man darf davon ausgehen, dass sie nicht seine Lieblingsnichte ist."
Es muß vermutlich heißen: "war"
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