Seit dem großen Masernausbruch in Nordrhein-Westfalen sollten alle Eltern sensibilisiert sein: Ein vollständiger Impfschutz bei Kindern ist Gold wert. Die Ständige Impfkommission gab nun neue Empfehlungen aus.
Experten des Robert Koch-Instituts schätzen, dass die Masern in Deutschland bereits eliminiert sein könnten. Dazu müssten allerdings etwa 95 Prozent der Kinder über einen Impfschutz verfügen.
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Dieses Ziel ist noch nicht erreicht, wie die über 1000 Fälle von Masern in NRW Anfang 2006 zeigten. Vor allem Eltern sollten sich daher die neuesten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu Herzen nehmen: Als zusätzliche Standardimpfungen bei Säuglingen ist eine Behandlung gegen Pneumokokken vorgesehen. Für Kleinkinder kommt eine Impfung gegen Meningokokken neu hinzu.
Pneumokokken lösen lokale Infektionen, z. B. Mittelohr- oder Lungenentzündungen, aus. Die Erreger können jedoch auch andere Organe befallen und eine Hirnhautentzündung verursachen.
Eine generelle Impfung sollte deshalb bei allen Kindern bis 24 Monaten zum frühestmöglichen Zeitpunkt vorgenommen werden. Älteren Menschen über 60 Jahren empfiehlt die STIKO schon seit längerem eine Pneumokokken-Impfung.
Meningokokken sind Bakterien, die Blutvergiftungen und schwere Hirnhautentzündungen hervorrufen können. In Deutschland werden jährlich etwa 700 neue Fälle der oft tödlich verlaufenden Krankheit gemeldet. Die Impfung wird nun für Kinder im zweiten Lebensjahr empfohlen.
Bereits seit Anfang des Jahres 2006 rät die STIKO auch zu einer zusätzlichen Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten im Vorschulalter. Das Robert Koch-Institut betont, dass ein vollständiger Impfschutz bei Kinder auch der restlichen Bevölkerung nützt nicht nur Kindergärtner(innen) werden ihnen zustimmen.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)
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