Der heiße Frühling bringt ein deutlich erhöhtes Risiko für Sonnenbrand mit sich. Wer sich richtig schützen will, dem hilft eine Prognose der UV-Strahlen, die das Bundesamt für Strahlenschutz anbietet.

Mittags, wenn wir uns instinktiv in den Schatten zurückziehen wollen, kommt die Stunde der ultravioletten Strahlen. Zu diesem Zeitpunkt brennt die Sonne am intensivsten auf uns herab. Und je mehr UV-Strahlen auf die Erdoberfläche treffen, umso größer ist unser Sonnenbrandrisiko

Vorbräunen hilft Sonnenanbetern wenig (© Foto: dpa)

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Derzeit ist die Strahlung in Deutschland ungewöhnlich hoch. Auf dem UV-Index, mit dem die Strahlen-Werte weltweit auf einer Skala von 1 bis 15 gemessen werden, wird sie in den nächsten Tagen die Sechs - im Süden stellenweise sogar die Sieben - erreichen, prognostiziert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Das bedeutet, dass ein Sonnenbad schon nach 20 Minuten zum Sonnenbrand führen kann.

Lange Jahre waren in Deutschland selbst im Hochsommer nur Werte bis acht die Regel. Nun liegt die Strahlen bereits im Mai extrem hoch - und trifft auf eine Haut, die besonders anfällig ist. Vom Winter noch blass, nutzt sie das Frühjahr normalerweise, um sich langsam an die zunehmende UV-Strahlung zu gewöhnen. Doch anstatt sanft an den Sommer herangeführt zu werden, wird unser größtes Organ nun gleich gegrillt.

Die Devise lautet deshalb eincremen - und sie gilt für alle. Selbst künstliches Vorbräunen kann nach Ansicht des BfS den richtigen Sonnenschutz nicht ersetzen. "Auch wer solariengebräunt ist, hat meist keinen Eigenschutz erworben", sagt Joachim Gross vom BfS. Denn in den Solarien werden UV-Strahlen in einer Zusammensetzung verwendet, die sich von der natürlichen UV-Belastung unterscheidet.

UV-Online-Prognose

Auf seiner Homepage gibt das BfS eine Prognose für den UV-Index der nächsten Tage an. Diese soll den Bürgern dabei dabei helfen, den erforderlichen Lichtschutzfaktor ihrer Sonnencreme zu berechnen: er sollte mindestens doppelt so hoch wie der UV-Indexwert sein.

Eine Alternative ist, körperbedeckende Kleidung zu tragen oder sich im Schatten aufzuhalten. Wer nicht vom Bad in der Sonne lassen kann, sollte seinen Körper sorgfältig eincremen: Gesicht und Ohren, aber auch offen liegenden Fußrücken muss besondere Aufmerksamkeit gelten.

Wie die UV-Strahlung wirkt, ist allerdings auch vom Hauttyp abhängig. Hier gilt die Faustregel: Je heller Augen, Haare und Haut, desto schneller raus aus der Sonne.

Und besonders muss man darauf achten, dass sich Kinder nicht zu lange in der Sonne aufhalten.

Die Anzahl der Sonnenbrände, die ein Mensch bis zu seinem 18.Lebensjahr hat, bestimmt Jahrzehnte später maßgeblich das Hautkrebsrisiko. Kinder unter zwei Jahren sollten deshalb überhaupt nicht der Sonne ausgesetzt werden.

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(sueddeutsche.de)