Die Zahl depressiver Menschen in Deutschland ist erneut gewachsen. Schuld sind die Wirtschaftskrise und zunehmender sozialer Stress.
Es ist die Angst um den Job, gepaart mit einem generellen Gefühl der Verlorenheit, die die Volkskrankheit Depression auf ihrem Vormarsch vorantreibt. So jedenfalls begründet die KKH-Allianz die Ergebnisse ihrer jüngsten Studie. Diese belegen einen enormen Anstieg der Betroffenenzahlen: Ließen sich 2004 nur 845 Bayern stationär wegen Depressionen behandeln, waren es vier Jahre später bereits 1.187, das sind fast um die Hälfte mehr.
Volksseuche oder künstlich aufgeblähte Statistik? Rund vier Millionen Deutsche gelten als depressiv. (© Foto: dpa)
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Damit stellt der Freistaat einen Negativrekord im bundesweiten Vergleich auf: Die Zahl der betroffenen Deutschen nahm im Durchschnitt nur um 23 Prozent zu. Die Krankenkasse errechnete die Zahlen aus den in Krankenhäusern behandelten Fällen.
Damit umfasst die Statistik nur besonders schwere Formen von Depressionen und ähnlichen psychischen Erkrankungen. Die Grauzone ist groß, Experten zufolge leiden vier Millionen Deutsche an dem, was man früher gern harmlos und poetisch als Melancholie abtat. Dabei schätzen die Epidemologen, dass nur jede dritte Depression als solche erkannt und noch nicht einmal jede zehnte angemessen behandelt wird.
Dem halten Skeptiker die Vielzahl überdiagnostizierter Fälle entgegen und verweisen auf zweifelhafte Fragebögen und Online-Tests, die aus einem kleinen Kummer schnell eine große Depression werden lassen.
Auch hat diese Form psychischer Erkrankung über Grenzen und Generationen hinweg Bestand - ein Hinweis darauf, sagen einige Psychiater, dass es evolutionäre Ursachen für die Krankheit gebe. So könnte das typische Grübeln etwa schon in prähistorischen Zeiten bei der Lösung komplexer sozialer Probleme hilfreich gewesen sein.
Diese Theorie lässt freilich offen, warum laut jüngsten Ergebnissen die Zahl Depressiver vor allem bei jungen Männern unter 20 Jahren massiv zugenommen hat; hier wurde ein Anstieg um 41 Prozent registriert.
Die Ursachen sind nicht nur darin zu suchen, dass der soziale Stress unserer globalisierten Welt und die Wirtschaftskrise Ängste schüren. Die Statistiker führen den Anstieg auch darauf zurück, dass die Krankheit zunehmend enttabuisiert wird.
Die Volkskrankheit Depression wird also erhalten bleiben, auch wenn sich die Wissenschaft weiter streiten wird, ob aus evolutionsbiologischen oder gesellschaftlichen Gründen.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/ap/leja/pfau)
Zitiert von Dr. Laitman: Bei der Analyse von statistischen Daten weltweit, die negative soziale Phänomene betreffen, wie Häftlingsraten, Drogenmissbrauch, Depressionen, Scheidungen, häusliche Gewalt und Eltern-Kind Entfremdung, kann man einige sehr interessante Ergebnisse erkennen.
Es ist festzustellen, dass diese Probleme in ärmeren Ländern fast nicht existieren.
Wenn man Leuten in Ländern mit einer breiteren Ebene an sozialer Gleichheit Antidepressiva anbieten sollte, würden diese nicht verstehen, wovon die Rede ist. Allerdings in Gesellschaften, in denen es mehr soziale Unterschiede gibt, ist die Anwendung von Antidepressiva zu etwas Alltäglichem geworden und viele Menschen haben auch ihren eigenen Psychologen oder Therapeuten.
Am Ende stellt sich heraus, dass das Problem nicht in der Armut liegt, sondern im Unterschied der verschiedenen Lebensstandards und wie man sich selbst in Beziehung zu den anderen und den dazwischenliegenden Unterschieden bewertet. Gleichheit ist ein Gesetz der Natur und je unausgewogener eine Gesellschaft ist, desto mehr Probleme hat sie: Kriminalität, Drogen, Depressionen, Scheidungen usw. Gleichzeitig wird eine Gesellschaft weniger durch solche Dinge geplagt, je näher sich die Menschen in ihrem Lebensstandard sind.
Sie können in einer Höhle leben und glücklich sein oder im völligen Wohlstand ohne Probleme - so lange jeder in der Gesellschaft auf gleiche Weise lebt. Die Probleme resultieren ausschließlich aus der Ungleichheit, da gerade der Mangel an Ausgewogenheit die Wurzel allen Übels ist.
Die Menschen zur Gleichheit zu bringen, ist jedoch keine einfache Aufgabe, da sie im Wiederspruch zu unserem egoistischen Verlangen steht. So müssen wir erst erkennen,...weiter bei Dr. Laitman unter
http://www.laitman.de/ungleichheit-ist-die-quelle-aller-probleme-der-gesellschaft/
Schönes Wochenende Celine Polo
Zitiert aus den Nachrichten: (aus MSNBC News): Gebrauch der Antidepressiva verdoppelt sich in den Vereinigten Staaten, findet eine Studie heraus Der Gebrauch von Antidepressiva in den Vereinigten Staaten hat sich zwischen 1996 und 2005 verdoppelt, vermutlich aus einem Faktorenmix heraus, berichteten Forscher am Montag. Ein signifikanter Anstieg des Gebrauchs der Antidepressiva ist in allen soziodemographisch untersuchten Gruppen erwiesen, außer bei Afro-Amerikanern, schrieben Dr. Mark Olfson von der Columbia Universität und Steven Marcus von der Pennsylvania Universität in Philadelphia in den Archives of General Psychiatry.
Zitiert:Kommentar Dr. Laitman: Da die Leute ein neues, überirdisches Verlangen verspüren, das in dieser Welt unmöglich erfüllt werden kann, erfahren sie einen unheilbaren Zustand der Depression und Melancholie, den sie mit Drogen oder anderen abhängig machenden Substanzen zu unterdrücken versuchen. Dieses Verlangen kann stattdessen durch die Enthüllung der Höheren Welt mit dem ersehnten Genuss gestillt werden, indem die Methode der Erfüllung dieses neuen Verlangens genutzt wird - die Seele. Diese Methode wird die Weisheit der Kabbala genannt. Kabbala wird aus dem Hebräischen als Empfangen oder Erfüllung übersetzt.
Celine Polo
PS (u.a. an Stets-dagegen): Sind psychologische Probleme "nur im Kopf" der Betroffenen?
Nein: 1.) Genannt wurde bereits eine genetische Komponente vieler psychischer Krankheiten. "Reiß dich zusammen" oder "denk positiver" ändern bekanntlich keine DNA!!
2.) Selbst "im Kopf" sind viele psychische Krankheiten für die Naturwissenschaftler *sichtbar*! Gehirn-Scans beispielsweise zeigen bei vielen psychischen Problemen Auffälligkeiten, sprich, die Zellen im Gehirn reagieren oft anders als bei Menschen ohne jene Probleme.
3.) Naturwissenschaftlich meßbar ist auch, daß bei vielen psychisch Kranken gewisse Stoffe - z.B. Botenstoffe im Gehirn, sprich die Vernetzung von Gehirnzellen - häufiger oder seltener sind als bei Menschen ohne jene Probleme.
Bisher ist unsere Wissenschaft nicht so weit, daß sie *nur* aufgrund solcher Messungen sagen kann, ob jemand "gesund" oder "krank" ist - dazu ist der Mensch zu kompliziert (siehe auch meinen vorherigen Beitrag zu vielfältigen Gefahren und schützenden Faktoren für psychische Probleme). Aber fest steht: Psychische Krankheiten sind nicht nur "unsichbar" / "eingebildet" / "im Kopf" der Betroffenen.
Fest steht auch: Nicht nur Medikamente, auch effektive Psychotherapie kann diese naturwissenschaftlich meßbaren Auffälligkeiten (Ausnahme natürlich: DNA) positiv verändern und dem Betroffenen damit subjektiv und objektiv meßbar (!) helfen.
@ Stets-dagegen: Wie das obige schon nahelegt, hast Du offenbar (noch) keine Ahnung. Um das schnell zu ändern :o) : Ja, Selbstwertgefühl spielt eine Rolle. Aber erstens kann man Selbstwertgefühl nicht so einfach kontrollieren - genau das *ist* ein Riesenproblem von Depressiven! Und ja, Psychologen machen viel mehr, als nur zu Egoismus zu raten (was meinst Du, warum die so lange studieren? :o)). - Und zweitens sind Selbstwertprobleme eben bei weitem nicht das einzige, was eine Depression auslöst.
Den Betroffenen gewissermaßen die Schuld zuzuschieben ("Ihr könntet das doch ändern!") und die Sache zu verharmlosen ("Ist ganz einfach!") ist übrigens auch ganz gefährlich - das nennt sich Stigmatisierung. Bitte überlege, ob Du auch so denken würdest, wenn Dein bester Freund über Jahre mit dem Problem zu kämpfen hätte.
Ich finde Ihre Überschrift falsch. Traurig zu sein ist nicht das gleiche wie an einer Depression zu leiden. Im Gegenteil: Schwere Depressionen sind oft gerade durch das Fehlen von Gefühlen - auch der Traurigkeit - gekennzeichnet.
(Forts. von 3.)
Was wußten Menschen vor 100 Jahren über Terrorgefahr, Weltwirtschaftskrisen, Rentenunsicherheit, Klimawechsel, alle fünf Jahre eine neue Pandemie-Gefahr usw. - alles große, aber vage Gefahren, die der einzelne überhaupt kaum beeinflussen kann? Beispiel: Nach dem 11.9.2001 stiegen in manchen (weiß nicht, ob allen) westlichen Ländern psychische Erkrankungen an. Die Gefahr für den einzelnen war quasi unverändert - aber das "Klima" wurde von Angst, Bedrohung, Stress geprägt. usw. Das ist wie ein Krankheitserreger: Vor allem diejenigen mit gerade oder chronisch angeschlagenem psychischem "Imunsystem" laufen Gefahr, krank zu werden. Und das kann jeder von uns mal sein.
1.)-3.) Das alles sind nicht "die" "einzigen" Auslöser für Depressionen - aber Faktoren, die ebenfalls für ansteigende Zahlen sprechen.
4.) Ganz, ganz wichtig: Gesprochen wird meist nur von den Gefahren, die Depressionen auslösen. Wichtig sind aber auch Faktoren, die gegen Depressionen schützen oder sie mildern: Wissen, wie man mit Stress umgehen kann, gutes soziales Netz (Freunde & Familie), ausgeglichenes Leben (positive Erlebnisse und/oder Entspannung z.B. durch Freunde, Ehrenamt, Sport), unbedingt auch manche Werte/positive Denkmuster (bewußt nicht bei allem ausdenken, wie's zum Schlimmsten führt... sondern auch mal, wie zum Besten!) einschließlich Religion ("Urvertrauen" und veränderte Prioritäten, weil sich nicht nur alles um Karriereerfolg dreht) usw. usw.
Als Gesellschaft und als Individuen haben wir hier durchaus Spielraum, Depressionen vorzubeugen oder abzumildern. Für uns oder für betroffene Freunde.
5.) siehe Kommentar (zwei unter diesem) von Nachdenkliche: Selbst *wenn* jemand krank wird, ist ein großes Problem oft nicht die Depression, sondern die Stigmatisierung. Dabei kann jeder helfen, das zu ändern. Wenn also das nächste Mal jemand dumme Witze oder unbedachte Äußerungen zum Thema psychische Krankheit macht - einfach mal nett und freundlich etwas dagegen sagen.
Z.B. "Ehrlich gesagt finde ich das nicht so lustig. Ich kenne selbst jemand mit Depressionen [oder Phobie, Ängsten usw.]. Ein netter Kerl, ist übrigens auch Bayern-Fan/arbeitet in der gleichen Branche/... [irgendetwas, das das Gegenüber auch macht und/oder als "total normal" empfindet - es gibt fast immer etwas] Manchmal geht's dem richtig dreckig, das ist nicht mehr oder nicht weniger 'eingebildet' als ein Beinbruch. Aber zum Glück stehen seine Freunde hinter ihm, und wir hoffen, daß er bald wie
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