Nachdem in tiefgefrorenen Enten H5N1-Erreger gefunden wurden, stellt sich die Frage, ob man sich über die Nahrung infizieren kann.
Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Bayern ist in der Nacht zum Dienstag die bislang größte Keulungsaktion von Zuchttieren in Deutschland zu Ende gegangen. Seit Samstag wurden in zwei Mastbetrieben in der Oberpfalz 205.000 Enten getötet.
Die getöteten Tiere in der Oberpfalz werden entsorgt. (© Foto: ddp)
Anzeige
Zuvor hatten die Behörden in 18 tiefgefrorenen Enten aus den beiden Betrieben den H5N1-Erreger gefunden, der unter Umständen auch Menschen infizieren kann. Die etwa 60 Geflügelhalter in der unmittelbaren Nachbarschaft der beiden Höfe bei Bruck und Nittenau dürfen ihre Tiere nun nicht mehr ins Freie lassen. Im Umkreis von drei Kilometern wurde der Warenverkehr eingeschränkt.
Die beiden Höfe standen in Kontakt zu jenem Geflügelmastbetrieb bei Erlangen, wo die Vogelgrippe vor fast drei Wochen ausgebrochen war. Dort waren 166.000 Enten getötet worden. Aus diesem Mastbetrieb sind nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums womöglich Enten, die mit dem Erreger infiziert waren, in den Lebensmittelhandel gelangt.
Die Gefahr, sich über die Nahrung mit dem Virus anzustecken, sei jedoch "sehr gering", sagt Reimar Johne, Virologe am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). "Bisher ist noch kein einziger Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch mit Vogelgrippe infiziert hätte, nachdem er Geflügel gegessen hat."
Hitzeempfindliches Virus
Zudem sei das Virus sehr hitzeempfindlich, sagt Elke Reinking vom Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit in Greifswald, das das Nationale Referenzlabor für Geflügelpest betreibt. "Da Geflügel meist gut durchgekocht wird, wird das Virus irreversibel geschädigt", sagt Reinking.
Thomas Löscher, Infektiologe in der Abteilung für Infektionsmedizin der Universität München, rät, "kleinere Stücke, wie Filets, eine Viertelstunde lang zu garen oder zu braten, bis die Fleischfarbe verloren geht. Ganze Tiere sollten aber eine Stunde lang im Ofen bleiben." Außerdem sei das Risiko einer Ansteckung mit dem Erreger "um vieles geringer" als bei Salmonellen, so Löscher.
Damit sich Menschen mit dem H5N1-Virus infizieren, sei eine sehr hohe Dosis nötig: "Anders als für Vögel ist die Vogelgrippe für Menschen kaum infektiös", sagt Löscher. Im Gegensatz zu den Bakterien könnten sich Vogelgrippe-Viren im toten Tier nicht mehr weiter vermehren. "So wird kaum die nötige Dosis erzielt, um eine Infektion hervorzurufen", sagt Johne vom BfR.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(SZ vom 12.9.207)
Bundespräsident Gauck in Israel
Beim Speichern meines Beitrags von gestern ist da was abgeschnitten worden:
Natürlich ist die Zubereitung aufgetauter H5N1-Enten ein Risiko. Das Hauptrisiko liegt im Tauwasser. Also Obacht! Ich würde mich mit so einer Ente nicht abgeben!
Alle Lappen sofort auf mehr als 70°C erhitzen. Mit Tauwasser kontaminierte Oberflächen wirkungsvoll desinfizieren. Ente voll durchgahren. Wer isst so gerne Ente, dass er das alles beachtet?
Ich werde mich mit so einer Ente nicht abgeben! Mein Tipp: H5N1-Tiefkühlenten back to sender - tiefgekühlt!
soddemann-aachen@t-online.de
70°C! Wenn das BfR etwas anderes sagen würde, was es nicht wird, würde es abgekocht!
Mein absolut kostenloser Tipp: H5N1-Tiefkühlenten back to sender - absolut tiefgekühlt!
eMail: soddemann-aachen@t-online.de
Da lachen doch die Hühner. Genauso wird immer behauptet, es gäbe keine Gammelfleisch-Schweinerei-Döner. Oder keine Mafia in Deutschland. Ein Schwachsinn folgt demselben. Eine Vertuschungslüge folgt der nächsten. Und die Presse? Mit ihren paar festen Redakteuren ist sie wohl gar nicht mehr in der Lage, irgendetwas aufzudecken. Der Rest der Presse besteht wohl nur noch aus abhängigen Lohn-Zeilenschreibern.
Bei der Zubereitung aufgetauter H5N1-Enten können selbst wir Deutschen uns anstecken. Erklären muss man das einer oder einem mittelmäßig gebildeten Deutschen nicht. Die oder der kennen das von den Salmonellen.
Und: H5N1-Vogelgrippe ist in Deutschland nicht aufzuhalten!
Insgesamt 400.000 tote Enten aus einem Betrieb. 400.000 Enten, die sich in nicht bekanntem Ausmaß - ohne Symptome zu zeigen - mit dem Vogelgrippevirus angesteckt und Antikörper gebildet haben, sogar geschlachtet und verzehrt wurden und - unauffällig erkrankt - eine unvorstellbare Zahl von H5N1-Vogelgrippeviren ausgeschieden haben müssen. 400.000 tote Enten aus einem Betrieb, der im Jahr rund 2 Millionen Enten mästet, wöchentlich 40.000 Küken benötigt, im Jahr 10.000 Tonnen Entenkot plus verkotetem Einstreu produziert und in unsere Umwelt verbringt, somit auch in die Gewässer, auch in das Grundwasser.
So wie sich das Geflügel mit dem Tränkwasser anstecken kann, so können sich die Menschen mit dem Trinkwasser anstecken.
Wissenschaftler der Universität Hongkong schlagen zur Überwachung von Geflügel auf die H5N1-Vogelgrippe vor, das in den Käfigen verschmutzte Tränkwasser zu untersuchen, weil verschmutztes Tränkwasser mehr Vogelgrippeviren enthalten kann als Geflügelkot.
http://www.cdc.gov/eid/content/13/9/pdfs/07-0517.pdf
Die Deutsche Bundesregierung und das Robert Koch-Institut (RKI) gehen offenbar von für Menschen lebensgefährlichen Vogelgrippefällen auch in Deutschland aus. Allein in der Zeit vom 11.05.2007 bis zum 12.07.2007 hat das RKI 8 neue Vorschriften zum Vorgehen bei Vogelgrippeinfektionen der Menschen ins Internet gestellt.
http://www.rki.de/cln_049/nn_471916/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/IPV/InfluenzaNeu__Node.html?__nnn=true
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
eMail soddemann-aachen@t-online.de