Es lässt sich aus allem Geld machen: In England wetten Zocker auf die Scheidung von Tiger Woods und Elin Nordegren. Doch geht es nicht darum, ob sie sich scheiden lassen - sondern wie.
Der tiefe Fall des einstigen Superstars Tiger Woods ist eine lukrative Angelegenheit. Klatschblätter verdienen gutes Geld mit dem Golfstar auf dem Titel, angebliche Ex-Geliebte verkaufen ihre Geschichten höchstbietend. Nun kann auch noch der Durchschnittsmensch Geld mit Tiger Woods verdienen - zumindest die Engländer.
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Des einen Leid, des anderen Freud': Während Tiger Woods vor den Trümmern seiner Existenz steht, werden in London Wetten um seine Scheidung abgeschlossen. (© Foto: AFP)
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Mit dem richtigen Riecher für das Eheunglück des gefallenen Helden kann bei einem Londoner Wettbüro ein 25-facher Gewinn erzielt werden. Gegenstand der Wetten ist nicht mehr die Frage, ob die betrogene Ehefrau Elin Nordegren des Golfstars die Scheidung will, sondern welche Summe ihr dabei zugesprochen werden könnte.
Wer auf mehr als 500 Millionen Dollar (349 Millionen Euro) wettet, erhält eine Gewinnchance von 1 zu 25. Wer etwa auf unter 100 Millionen Dollar setzt, bekommt eine Chance von 4 zu 6 - das heißt für einen Einsatz von vier Pfund winken bei Gewinn immerhin noch zehn Pfund.
Anfangs wurden noch darüber Wetten angenommen, ob es zu einer Scheidung kommen werde. Das wurde jedoch wieder eingestellt, da fast ausschließlich auf eine Trennung gesetzt wurde. Es könnte etwas dran sein: Nordegren wurde nicht nur ohne Ehering gesichtet - sie soll angeblich auch planen, Weihnachten ohne ihren Noch-Ehemann zu verbringen.
Ein Informant sagte der US-Zeitschrift People, Nordegren fliege mit der zweijährigen Tochter Sam und dem zehn Monate alten Söhnchen Charlie nach Schweden. Dort soll die 29-Jährige in der Nähe Stockholms einen Landsitz für rund 1,6 Millionen Euro erworben haben.
Unterdessen wird in den Klatschspalten weiter über mögliche Geliebte des 33-Jährigen spekuliert. Dabei fallen auch prominente Namen: Ein amerikanisches Magazin hatte geschrieben, die Sängerin Jessica Simpson sei eine der Affären des Sportlers gewesen. Die 29-Jährige wehrt sich gegen diese Behauptungen und hat bereits ihre Anwälte eingeschaltet, um dagegen vorzugehen. Sie ließ mitteilen, sie sei fassungslos angesichts derartiger Verleumdungen.
Woods selbst ist von allen Bildflächen verschwunden. Die Sponsoren, die nach Bekanntwerden seiner Affären die Zusammarbeit mit ihm beendeten, haben die Fotos des Golfers von ihren Internetseiten genommen. Laut US-Medienberichten lenkt sich Woods derweil mit einer anderen Leidenschaft ab: Er verbringt die Abende angeblich damit, alleine auf seinem Anwesen in Florida Bälle zu schlagen.
Vielleicht heitert ihn dabei ja auf, dass die US-Golfjournalisten ihn, den 14-maligen Major-Sieger, zum zehnten Mal in 13 Jahren zum Spieler der Saison gewählt haben. Immerhin etwas.
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(sueddeutsche.de/bre/AP)
Zitat: Sie und viele andere, die sich immer wieder über den Boulevardstil der SZ beschweren, verkennen, dass diese Themen eine MENGE Leser anlocken bzw. binden.
Welcher Amateur-Marketing-Fuzzi in der Redaktion hat denn postuliert, dass man aus der Zielgruppe der Bild-und Buntenleser Leser anziehen und binden kann?
Wie dem auch sei, viel Spaß bei dem Versuch, hoffentlich geht dabei die Stammleserschaft nicht zu einer anderen Informationsquelle.
Es hilft nichts: Sie und viele andere, die sich immer wieder über den Boulevardstil der SZ beschweren, verkennen, dass diese Themen eine MENGE Leser anlocken bzw. binden. Das ist bei allen news-Portalen so. Und wenn Sie ehrlich sind, die meisten, die sich darüber beschweren, lesen darin feste mit, hehe.
Die seriöse Seite wird doch genauso bedient, wer mag sich darüber beklagen?
Auf den richtigen Mix kommt es an. Bei Bild haben Sie 90% Boulevard, bei SZ oder SPON eben 10-20% pi mal Daumen.
Fünf mal Tiger W. der Golfspieler, eimal Paris H. mit ihren N.-Wölfen, einmal Carli H., einmal G. Bündchen...etc. etc...
Wer hier noch versucht Stil und Kultur zu finden hat es schwer. Bunte und Bild lassen grüßen!
Eine mehr als beschämende Kampagne.