Start in ein neues Leben: Nach langem Hin und Her ist Madonnas neue Tochter Mercy in London eingetroffen. Die erste Verpflichtung folgte prompt.
Koffer packen und los: Nach langem juristischen Tauziehen gab es grünes Licht für Madonnas Adoptivtochter Mercy Chifundo James. Die Dreijährige durfte am Freitagabend aus ihrer Heimat Malawi nach London reisen. In die Arme schließen wollte Madonna die kleine Mercy anscheinend erst in London. Die Queen of Pop hatte über ihren Anwalt mitteilen lassen, dass sie ihr neues Adoptivkind nicht persönlich in Malawi abholen wolle.
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Pop-Superstar Madonna hat sich durchgesetzt und bekommt das zweite Adoptivkind aus Malawi. (© Foto: dpa)
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Vermutlich hat es dem kleinen Mädchen auf der Reise trotzdem an nichts gefehlt: An Bord sollen auch ein Kindermädchen, der Ehemann des Kindermädchens sowie der Leiter von Madonnas Stiftung "Raising Malawi" gewesen sein.
Kaum in der neuen Heimat eingetroffen, hat das kleine Mädchen wohl sofort einen Vorgeschmack auf sein künftiges Leben bekommen. Nach dem Zwölf-Stunden-Flug habe Mercy an einer esoterischen Kabbalah-Sitzung teilgenommen, berichtete die britische Zeitung Sunday Mirror am Sonntag. Nach einer Stunde sei Madonna dann zusammen mit Mercy und ihren anderen Kindern in ihr Luxushaus in der britischen Hauptstadt gefahren.
Ex-Ehemann Guy Ritchie habe die Söhne David und Rocco mit auf seinen Landsitz genommen, damit Madonna ihre ganze Aufmerksamkeit der neuen Tochter schenken könnte.
Anfang April war Madonnas Adoptionsgesuch in erster Instanz abgewiesen worden, weil die Sängerin nicht 18 Monate im Land gelebt hat, so wie es das malawische Adoptionsrecht vorsieht. Der Oberste Gerichtshof des südostafrikanischen Landes gestattete Madonna Mitte Juni dann doch, Mercy bei sich aufzunehmen. Kurz nach der Geburt war Mercys Mutter des an der Immunschwächekrankheit Aids gestorben, das Mädchen daraufhin in ein Waisenhaus gekommen.
Madonna hatte bereits 2006 den malawischen Jungen David Banda adoptiert und argumentiert, sie wolle, dass er ein Geschwisterchen aus seinem Heimatland habe. Der Sängerin war vorgeworfen worden, ihren Ruhm und Reichtum auszunutzen, um das Adoptionsverfahren zu beschleunigen. Peter Baneti, ein Onkel von Mercy James, hatte vor nicht einmal vier Wochen von Kindsraub und Entführung gesprochen und davon, dass er nicht wolle, dass "irgendeine reiche, weiße Frau" seine Nichte mit in eine fremde Welt nehme. Von derartigen Äußerungen wollte die Verwandtschaft kurze Zeit später nichts mehr wissen und sprach sich plötzlich für die Adoption aus.
Die seit November vom Regisseur Guy Ritchie geschiedene Sängerin hat neben dem adoptierten David noch zwei leibliche Kinder, ihren Sohn Rocco aus der Beziehung mit Ritchie sowie ihre Tochter Lourdes aus einer früheren Verbindung.
Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, mehr als die Hälfte der zwölf Millionen Bewohner leben von weniger als einem Dollar am Tag. Mehr als eine halbe Million Kinder haben durch Aids mindestens ein Elternteil verloren. Menschenrechtsorganisationen sind dennoch der Ansicht, dass Auslandsadoptionen der Waisen die Ausnahme bleiben sollten. Malawi hat bislang kein Gesetz für Auslandsadoptionen, weswegen jeder Fall individuell entschieden werden muss.
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(sueddeutsche.de/afp/dpa/apet/bre)
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Sollte man deswegen Adoptionen verdammen? Wohl kaum. Studien belegen immer wieder, dass Kinder sich wesentlich besser bei Adoptiveltern entwickeln als in Heimen. Das wäre also geklärt.
Das Blitzlichtgewitter Ihres ersten Postings bezog sich auf das Kind nicht auf Madonna. Sie wechseln das Thema.
Nein, auch ich kenne Madonna nicht persönlich. Ich behaupte aber - im Gegensatz zu Ihnen - auch nicht, dass sie launisch ist und Trost braucht oder schreibe ihr irgendwelche anderen Charaktereigenschaften zu.
Ich schlage vor, dass Sie die wissenschaftlichen Bücher über Madonna erstmal lesen, bevor Sie sie für Unsinn erklären. Was nehmen Sie als Maß für Kunst, wenn nicht die Forschung? Den Markt? Auch hier liegt Madonna seit Jahrzehnten (!) vorn.
Weil ein Kind bei jeder Adoption aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wird hat ja auch jede A. eine traumatische Dimension.
Madonna hat bisher jeden "Besuch" in der 3. Welt geschickt für PR benutzt (wie auch alles andere in ihrem Leben).
Ich unterstelle auch ihnen dass sie Madonna persönlich nicht kennen.
Wissenschaftliche Bücher bewerten Madonnas Kunst positiv? Wenn ihre Kunst irgendetwas Positives hat ist das den Leuten zu danken die sie sich (mit einem gewissen Gespür- gebe ich gern zu) für ihre Kunst kauft.
Überhaupt Kunst wissenschaftlich bewerten zu wollen ist Unsinn. Das sieht man an den vielen Künstlern die zu Lebzeiten keine Anerkennung von akademischer Seite für ihre Werke bekamen und heute in astronomischen Summen gehandelt werden.
Bei jeder Adoption wird ein Kind aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Das geschieht aber mit dem Ziel, die Lebensumstände des Kindes zu verbessern.
Madonna hat versucht, das Kind so gut wie es ging vor den Paparazzi zu schützen. Und das ist ihr gelungen - bei der Ankunft gab es genau ein Foto von Mercy. Das Foto zeigte die Hand des Kindes und ein paar blonde Haare, mehr ist den Fotografen nicht gelungen.
Ihre psychologische Analyse von Madonna beruht bitte worauf? Wie lange kennen Sie die Dame denn schon persönlich? Das ist doch lächerlich.
Sollten die letzten 20 Jahre Rückschluss über die Kommenden erlauben, ist Madonna auch in zwanzig Jahren noch von Interesse. Sie hat Wesentliches im Bereich der postmodernen Kunst geleistet. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Untersuchungen, die sich mit Madonnas Videos befassen und ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Gender Theorien, Black Studies und anderen Gebieten der postmodernen Theorie analysieren. Kein anderer Popstar hat sich über einen derart langen Zeitraum auf so kontinuierlich hohem Niveau künstlerisch mit der Critical Theory auseinandergesetzt.
Dann finden sie es also gut, dass ein Kind aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen wird, in ein Flugzeug verfrachtet, dann am Ankunftsflughafen einem Blitzlichtgewitter ausgesetzt wird, anschließend in eine ihm völlig fremde Umgebung mit jeder Menge Bediensteter, und den Launen seiner neuen Mama (der Chefin) ausgesetzt wird. Madonna braucht nach ihrer Scheidung wieder mal Trost und deswegen schnappt sie sich ein (wehrloses) Kind. Natürlich gibt es mit der Versorgung im Hause Madonna keine Probleme wohl aber mit dem sozialen Umfeld.
Außerdem seien sie gewiss, das künstlerische Erbe Madonnas ist in 20 Jahren vergessen!
Madonna pumpt Millionen ihres Vermögens in das Land. Sie betreibt diverse Waisenhäuser, baut Brunnen in Dörfern usw. Sie wird in Malawi "die Gebende" genannt. Das ist eindeutig positiv.
Sie hat bereits ein malawisches Kind, dem sie nun ein Geschwisterkind schenken möchte, das denselben kulturellen Hintergrund hat. Auch das ist sinnvoll, wenn sie den Bezug zur Herkunftskultur stärken möchte.
Das ganze Prozedere hat mit 'Kindershopping' überhaupt nichts zu tun. Ein malawisches Gericht hat ihr das Kind auf Basis dort geltenden Rechts zugesprochen. Wer meint das tun zu müssen, kann nun das Gericht kritisieren, aber wohl kaum Madonna. Deren Handlungen sind rechtmäßig.
Täglich werden überall auf der Welt tausende von Kindern ver- und gekauft. Das sollte man stattdessen kritisieren!
Ich finde es erstaunlich, dass diese Adoption ständig kritisiert wird. Das Kind war seit 3 Jahren im Heim und hat nun ein Zuhause. Was ist daran bitte schlecht? Wer von uns würde nicht lieber bei Madonna als in einem malawischen Waisenhaus aufwachsen?
Hinter all der Kritik stehen zwei Dinge: Frauenfeindlichkeit (was erlaubt sich diese reiche, alte Frau?) und Rassismus (für ein schwarzes Kind reicht ein malawisches Waisenheim) - und Neid.
Ich finde es beachtlich, was Madonna künstlerisch leistet. Sie scheint außerdem eine liebende Mutter mit sinnvollen Erziehungsidealen zu sein. Ich finde es auch sympatisch, dass sie nicht nach ersten Hindernissen gesagt hat "Prima, dann eben ein anderes Kind". Wenn Mercy irgendwann klar wird, dass ihre Familie sie nicht wollte, wird sie immerhin eines wissen: Madonna wollte sie - und kein anderes Kind.
Paging