VIP-Klick: Karl-Theodor zu Guttenberg Ich bin dann mal in den USA

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg lässt sich offenbar nun doch in den USA nieder. Der CSU-Politiker hat bereits für sich und seine Familie ein Haus an der US-Ostküste im Bundesstaat Connecticut gekauft.

Eigentlich war das Thema Auslandsaufenthalt vom Tisch - nun heißt es aus seinem Umfeld, dass Karl-Theodor zu Guttenberg sogar schon ein Haus in den USA gekauft haben soll.

Lässt Deutschland nun doch hinter sich: der ehemalige Bundes-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

(Foto: REUTERS)

Über einen Wohnortwechsel der Guttenbergs wird seit Langem spekuliert. Der CSU-Politiker hatte selbst erklärt, er erwäge einen längeren Aufenthalt in Großbritannien oder den USA. Später hatten die Guttenbergs allerdings wieder Abstand davon genommen, Deutschland zu verlassen.

Wie es aussieht, lässt sich der frühere Verteidigungsminister mit seiner Familie nun doch in den USA nieder. Der 39-Jährige habe bereits ein Haus an der US-Ostküste im Bundesstaat Connecticut gekauft, berichtete die ARD.

In den USA wolle er ein Buch schreiben und Vorträge halten, hieß es. Guttenbergs Büro im oberfränkischen Kulmbach wollte zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben.

Guttenberg war Anfang März als Verteidigungsminister zurückgetreten, nachdem Plagiatsvorwürfe bekannt geworden waren. Die Universität Bayreuth erklärte nach der Prüfung der Doktorarbeit, dass der Politiker darin vorsätzlich abgeschrieben und getäuscht habe.

Bereits kurz nach seinem Rücktritt war über einen Wechsel Guttenbergs ins Ausland spekuliert worden. Guttenberg hatte schon als Wirtschaftsminister gute Verbindungen in die USA. Er verhandelte zum Beispiel bei der Opel-Rettung mit dem Mutterkonzern General Motors in Detroit.

So ganz abgeschrieben ist der Ex-Verteidigungsminister offenbar noch immer nicht. Horst Seehofer scheint weiter von einer Rückkehr des einstigen Hoffnungsträgers überzeugt. Erst am 25. Juli hatte der CSU-Chef gesagt, er rechne mit einer Rückkehr Guttenbergs in die Politik. "Zur gegebenen Zeit werden wir darüber reden, wie unser Karl-Theodor wieder eingebunden werden kann", sagte Seehofer in der ZDF-Sendung Berlin direkt.

Dennoch gebe es keinen Grund zur Eile. Man müsse ihm Ruhe gönnen, gab Seehofer zu Bedenken und fügte im Hinblick auf die Plagiats-Affäre hinzu: "Wir haben das verarbeitet, wir stehen nach wie vor zu Karl-Theodor."